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Man hat vielleicht ein halbes Jahrhundert bedeckte Abzüge gemacht, Wie die ; 3 RR-. Abzüge ehe man daran dachte, ob es in einem abhängigen Felde besser sey, sie zu zie-
mit dem Abhange oder in einer schiefen Richtung quer durchzuführen. Ehedem entwässerte man ganze Gegenden auf die erste Art, und noch jetzt begehen viele diesen Fehler. Die besten Wirthe sind indessen anjetzo darauf sehr achtsam, ihren Abzügen immer eine schiefe Richtung zu ge- ben, damit das Wasser zwar einen völlig freyen, aber nicht zu schnellen Lauf bekomme, und also die Abzüge nicht sprenge(blow up). Walır- scheinlich ist dieses die Entstehungsart der Feldquellen.
In Feldern, die in einem wagerechten Stande stehen oder nur we- nig Gefälle haben, wie es deren in den westlichen Grafschaften viele giebt, ist es ein gewöhnlicher, und wo die Nässe blols vom Regenwasser ent- stehet, sehr richtiger Gebrauch, die Abzüge in einer regelmälsigen Entfer- nung von r, ı4 bis 2 Ruthen(16, 24 bis 32 F.) von einander zu hal- ten, und wenn sie einer kleinen Ungleichheit in der Oberfläche halber nur an dem einen Ende ziehen, nicht weiter mit ihnen fortzugehen, als sie zur Austrocknung des Feldes wirken. Wo der Abhang verschiedene Rich- tungen hat, mu[s der Wirth darauf besonders achtsam seyn und die Ab- züge so führen, dafs sie diese in der Quere durchschneiden. In Äckern, die beynahe wagerecht liegen, sind wenigere und von einander entferntere Abzüge nöthig, als in solchen, die an einem Abhange liegen, weil in je- nem Falle das Wasser von beyden Seiten, in diesem dagegen nur von einer Seite in den Abzug hineinziehet; also natürlich mehrere und näher an einander liegende erfordert werden.
Es ist eine allgemeine Regel, nicht zu viele Abzüge nach einem Aus- gulse zu führen. Werden viele Nebenabzüge in einen Hauptabzug geführt, so mufs dieser im Verhälinilse weiter und tiefer seyn, damit er alles Was-
ser abführen könne. Fehlt es daran, so wird das überströmende Wasser
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