43% 3 Tünfter Abſchnitt
man die Erbſtand2gelder- Der"Pächter kann ſeine wirthſchaftlichen Ein- pichtungen machen, wie er will, um ſich den möglichſt bohen Nußken zu verſchaffen, er myß aber dagegen alle darauf rühenden Laſien und Abgaben (Onera und Praeſtationes) ſelb entrichten und leiſten, alles auf eigne Koſten im Staude erhalten, die Erſeßung des Abgegangenen, zum Beys ſpiel, des geſtorbenen Viehes, die Erbanung neuer Gebäude, alle. Res paraturen der alten, und überhaupt alle Verbeſſerungen und Anlagen aus ſeinen eignen Mitteln beſtreiten, er muß auch«llen Schaden und alle Uns glücksfälle, ſie mögen ihm die ganze zeitige Nußung, oder einen Theil Derſelben nehmen, ſelbſt tragen,- ohne daß er einen Cilaß an der dem Pächter verſprochenen Ndgabe zu erwarten hat, es müßte denn ſeyn, das das ganze Grundſtück oder ein Theil deſſelben ganz untergienge, Kurz, er handelt in dieſem allen, und wird behandelt, wie ein anderer Cigenzs ehümer, und ſo vererbet er auch, gleich dieſem, alles auf ſeine Erben,
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Jedoch iſt er hiebey gewiſſen Cinſc<rägkungen unterworfen. Dieſes End folgende:
7) Ec muß die überlaſſene Pachtſtücke wirtbſchafilich nach ihrer Bes Fimmung nußen, nur nicht verſchlechtern 3
8) er darf keinen Wirtbſchafts- Nußungs- Theil: ganz eingehen. und in Verfall kommen laſſen.z noch weuiger darf er
3) die ganze Beſchaffenheit und Geſtalt des Grundſtücks oder, einzels net ein Ganzes ausimnachenden(faciem: fundi) verändern, untwandeln und Umſchaſſen 3&
4) er darf ohne Einwilligung des Verpächters die Grundſtücke an feinen andern verafterpachten, oder gar abtreten, verkaufen, oder auf ix gend eine Art veräußern;
5) ob er ſie glei durch Erbfaltsrecht auf ſeine rechtmäßige Erben bringt; ſo kann er doch, außer in Betracht dieſer, durch kein Teſtament oder andere Verordnung auf den Todesfall zum Vortheil Fremder dars Über diſponiren;:
6) er darf keine Schulden darauf bringen, auf welche Urt es geſchehe, und eben ſo wenig kann er ſie fin
7) mit Servituten und andern Bürden beſchweren.
8) Obgleich das. fämmiliche Inventarium des Erbpächters alleiniges Eigenthum iſt: ſo muß er doch den Beſtand deſſelben, deſſen Beſtimmung zum'wirthſchaftlichen„Betriebe gemäß,„gehörig erhalten, ob ihm gleich
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