Zweyter Abſchtt, von den Special-Anſchl, der in Pacht zu geb. St. 35
alſo zu allererſt ausgemittelt, und es muß unterſucht werden, wie viel deſs ſen geſchaft werden kann, und nach der örtlichen Beſchaffenheit nöthig iſt, um dem Acker dagjenige zu geben/ was er haben muß, Früchte in beloh- nender Menge zu bringen.
Der Beſtand des Vießes hängt von der Menge des Futters ab. Dieſe muß ſo beſchaffen ſeyn, daß der Viehbeſtand mit dem Ackerbaue in einem Verhältniſſe ſtehe, ſonſt kann er nicht den möglichen Grad der Ergiebigkeit haben,
- Die Winterfutterung: des Viehes iſt der Maaßſtab, nach welchem ſich die Zahl des Viehes jeder Art beſtimmen läßt, Denn wo nicht die Stalls futterung, halbe oder ganze, eingeführt iſt, da giebt das Rindvieh im Sommer nur wenige Düngung und im Winter den größten Theil derſel ben, Schaafe, die den Sommer über in die Weide genommen werden kön» nen ,“nußen zwar. durch den Hürdeſchlag, aber der Miſt. im Winter gebt doch verlohren,
Auf die Winterſutterung hat das Wieſewachs, ſeine Menge und Güte, und der Futterkräuterbau einen großen Einfluß, Denn obgleich mit nicht bloßem Heu und Grummet das Vieh gefuttert wird: ſo iſt es doch ein uns entbehrliches Nahrungsmittel für daſſelbe, und von ſeiner Menge und Güte hängt auch in. Beträcht der Ergiebigkeit vieles ab.
Die Viehweiden ſind endlich auch ein wichtiger Artikel in Beziehung auf den Viebſtand. Denn ſind ſie zu beſchränkt und zu ſchlecht, und das Bieß, welches im Winter ausgefuttert werden kann, kann im Sommer nicht ernähret werden: ſo iſt es nothwendig/ entweder weniger zu halten, öder im Stalle viel zu futtern.“ Lelzteres macht einen mehreren Koſtenaufs wand, Schlechte und knappe Weiden vermindern auch den Ertrag des
Will man alſo den Ertrag des Ackerbaues gründlich unterſuchen: ſo muß die Unterſuchung über den Viehbeſtand und die Mittel, ſolches zu ers Halten, ſchlechterdings vorhergehen,
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