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Ueber die Wechselwirthschaft und deren Verbindung mit der Stallfütterung des Nutz- und Arbeitsviehes : als Fortsetzung oder Commentar des Karbeschen Werks: über die mögliche und nützliche Einführung der englischen Wechselwirthschaft / von Friedrich, Herzog zu Schleßwig-Holstein-Beck
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guten'Dünger hervorzubringen," den Aer wenigſtens alle ſechs Jahre durchzudüngen. Solche Wirthſchaften würe den einenallzubeträchtlichen Theil ihrer Aeiker dem Fute terbau: widmenund dem Getraydebau'entziehen müſſen, wenn ſie: den Weidegang beybehalten, und dazu Klee- ſchläge'widmen wollten,"Wer! dieſes indeſſen ſeinen Abs ſichten und Umſtänden angemeßner findet, als auf dem Stalle zu füttern, der kann ſich auch bey dieſer Metho- de noch beſſer, als bey der reinen Dreyfelderwirthſchaft: be finden. Daß bey Stallfütterung von einer kleinen Fläche Landes bey weitem mehr Vieh,'als beym Weidegange er- nährt ,' und wenigſtens eben ſo gut ernährt werden könne, iſt außer Zweifel; es iſt aber auch außer Zweifel, daß die Stallfütterung , zumal die erſte Einrichtung derſelben, einige Unkoſten und Weitläuftigkeiten mehr verurſacht, als der Weidegang. Nur eine genaue, nach. richtigen Grundſätzen angelegte Berechnung' kann für<'Weide- gang' oder Stallfätterung entſcheiden. Dieſe Berech nung muß es ausweiſen, ob der Wirth mehr gewinne, wenn er weniger Getrayde baut und ſo viel Vieh, als er des..Düngers wegen bey Weidegange braucht /-hält, oder wenn! er bey wenigerm Vieh'eben ſo viel Dünger erhält, und mehr Getrayde baut, Daß Localumſiände zu'dem Reſultate viel beytragen, iſt ſehr gewiß;"in dem'mehre? ſten Fällen aber wird.das Reſultat dieſer: vergleichenden Berechnung wohl! für die Stallfütterung entſcheiden, Wer: von dex gewöhnlichen Dreyfelderwirthſchaft zu der