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guten'Dünger hervorzubringen," den Aer wenigſtens alle“ ſechs Jahre durchzudüngen. Solche Wirthſchaften würe den einen“allzubeträchtlichen Theil ihrer Aeiker dem Fute terbau: widmen„“und dem Getraydebau'entziehen müſſen, wenn ſie: den Weidegang beybehalten, und“ dazu Klee- ſchläge'widmen wollten,"Wer! dieſes indeſſen ſeinen Abs ſichten und Umſtänden angemeßner findet, als auf dem Stalle zu füttern, der“ kann ſich auch bey dieſer Metho- de noch beſſer, als bey der reinen Dreyfelderwirthſchaft: be finden. Daß bey Stallfütterung von einer kleinen Fläche Landes bey weitem mehr Vieh,'als beym Weidegange er- nährt ,' und wenigſtens eben ſo gut ernährt werden könne, iſt außer Zweifel; es iſt aber auch außer Zweifel, daß die Stallfütterung ,“ zumal die erſte Einrichtung derſelben, einige Unkoſten und Weitläuftigkeiten mehr verurſacht, als der Weidegang. Nur eine genaue, nach. richtigen Grundſätzen angelegte Berechnung' kann für<'Weide- gang' oder Stallfätterung entſcheiden. Dieſe Berech nung muß es ausweiſen, ob der Wirth mehr gewinne, wenn er weniger Getrayde baut und ſo viel Vieh, als er des..Düngers wegen bey Weidegange braucht /-hält, oder wenn! er bey wenigerm Vieh'eben ſo viel Dünger erhält, und mehr Getrayde baut, Daß Localumſiände zu'dem Reſultate viel beytragen, iſt ſehr gewiß;"in dem'mehre? ſten Fällen aber wird.das Reſultat dieſer: vergleichenden Berechnung wohl! für die Stallfütterung entſcheiden, Wer: von dex gewöhnlichen Dreyfelderwirthſchaft zu der


