<her die Mühe des Nachdenkens, welche nothwendig der Annahme eines neuen Syſtems vorhergehen muß? beyde bleiben daher bey dem alten Syſtem, und verachten das Neue, ohne es recht geprüft zu haben, und ohne es'"alſo genau''zu"kennen.'So wie Hdlle, Tod und Teufel in den Lehren der Religion eine größere Rolle ehedem ſpielten, als die, welche ſie jelzoſpielen, ſo haben Landwirthſchaft und Philoſophie ihre Popanze, welche alle ſich den beſten Neue-ungen in den Weg ſtellen. Bey der Landwirthſchaft ſpielt die Furcht vor vermehrten Ausgaben und vermin? derter' Einnahme eine wichtige Rolle. Die richtigſten Be- rechnungen können ſie“oft'nicht beſiegen; und da iſt denn frehlich nichts zu thun, als abzuwarten, daß Beyſpiele eis ne geſegnete Wirkung hervorbringen, und die Zeit das Ih- rige dabey thut.)
S. 10. Eine urbare Fläche, die in drey Feldern be- wirthſchaftet wird, kann ſich ſchlechterdings nicht durch ſich ſelbſt in einem und eben demſelben fruchtbaren Zuſtan= de auf eine Reihe von Jahren erhalten.-Niekann auf den zwey mit Getrayde beſäeten Feldern ſo viel Stroh und Miſt gewonnen werden, daß damit das dritte Feld, welches brache lieget, in der Art wieder ausgedüngt wer? den könnte, daß die verlohrnen Kräfte völlig wieder erſeßt würden. Daher ſchlagen die Dreyfelderwirthe'verſchiedes ne Wege ein, um dieſen: Abgang-an Fruchtbarkeit nicht zu ſehr zu empfinden. Sie ſuchen ſich entweder eine recht große' Menge Wieſen zu verſchaffen, welche ihre Kräfte


