Druckschrift 
Ueber die Wechselwirthschaft und deren Verbindung mit der Stallfütterung des Nutz- und Arbeitsviehes : als Fortsetzung oder Commentar des Karbeschen Werks: über die mögliche und nützliche Einführung der englischen Wechselwirthschaft / von Friedrich, Herzog zu Schleßwig-Holstein-Beck
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen

5

Dieſe Hinderniſſe-zu heben, muß der Wunſch jeder' Re- gierung ſeyn.- Vorſchläge, wie ſie am leichteſten gehoben, oder wenigſtens unſchädlicher gemacht werden könnten, ges hdren hier aber nicht her.)

S.4x5. Die Dreyfelderwirthſchaft== ich meyne hier zunächſt: die gewöhnliche mit ſchwarzer Brache=- wird von den) beſten Wirthen das.ausſaugende Syſtem ge? nannt.

(Der Verfaſſer meynet, gläube ich, durch ſchwarze Brache-einedrey bis vier Mal. gea>erte Brache. Wie viel ausſgugender aber muß dieſes Dreyfelderſyſtem da ſeyn, 1w9-die Brache nicht im Herbſte- nach der Erndte des Sommergetraydes geſtürzet, und im Frühjahr: gewen- det, ſpäterhin gerühret, und alsdann; erſt zur neuen Winz: terſaat gea>ert wird, ſondern wo das Stürzen allererſt nah Johannis anfängt, oft auch bis ſpät im Julius qus- geſelzet'wird 3 wo. die Beakerung oft ſo nachläßig ge- ſchiehet, daß bey. der Saatfahre nichts vom vorhergegan- genen Stürzen zu merkeniſt!. Hr. Karbe ſagt weiterhin große und wichtige Wahrheiten über die ſchwarze Brache; allein orthodoxe Dreyfelderwirthe beherzigen ſie wenig oder gar nicht, Es iſt.den mehreſten Menſchen ſchwer,-ein einmal angenommenes Syſtem, gegen ein neues zu vertauſchen, ſey es in der Landwirthſchaft ,+ oder in der Religion, oder in der Philoſophie u;ſ. /w. Theils; hält man ſich-vott/-der, Unfehlbarkeit des. alten bekannten Syſtems durch eine viel leiht falſche Veberzeugung verſichert, theils ſcheuet man-