Erſter Abſchnitt. Vom Längenmaaße, 17
Nach den Ausmittelungen des Hrn. Prof. Klögel, be- trägt die Länge einer deutſchen oder geographiſchen Meile 23661 rheinländiſche dd c Fuß oder 1971, 7's rheinländi- ſche Ruthen. Man ſehe hierüber Hrn. Prof. DTFayer praktiſche Geometrie, den 4ten Theil( 1794.) S. 60.
Zur Beſtimmung des Meters iſt von den franzvdſi- ſchen Mathematikern der vierte Theil des Erdumfanges oder ein Quadrant des Meridians, wenn ein mittlerer Breitengrad zum Grunde gelegt wird, 30794580 pariſer Fuß groß angegeben werden. Hiernach würde die geo=
graphiſche Meile 23609 rheinl. ddc Fuß groß ſeyn.
; In den Konigl. Preußiſchen Staaten bedient man ſich bei Anfertigung der Karten der Feldmeſſer- oder brandenburgiſchen VJeile, deren Länge 2000 rheinl. Ruthen beträgt. Sie hat den Vortheil, daß ein Maaß- ſtab, der in Ruthen ausgedrückt iſt, leicht in Meilen und umgekehrt verwandelt werden kann; auch findet hierbei Feine Ungewißheit wie bei den geographiſchen Meilen ſtatt.
Zweiter Abſchnitt. Bergleichung des Flächenmaaßes. G=:1164
Zur Ausmeſſung der Flächen bedient'man ſich des Qua- drats, welches eine viereFXigte Figur iſt, die von gleichen Seiten und Winkeln eingeſchloſſen wird. Hieraus ent= ſpringen die Quadrat- Ruthen oder QRuthen, deren Sei- ten eine Ruthe lang und QFuße, deren Seiten einen Fuß lang;ſind; eben ſo ſieht man, was unter O Zoll, Q Li- nien u. ſ. w. verſtanden wird.
Es iſt leicht aus den bekannten Verhältniſſen ver- ſchiedener Längenmaaße, die Verhältniſſe ihrer Flächen- maaße gegeneinander zu beſtimmen. Die am Ende bei- gefügte Tafeln enthalten dieſe Vergleichung des rheinl. mit dem alten und neuen franzdſiſchen Flächenmaaß.
Bei dem zwölftbeiligen rheinl. ON7aaß enthalt die UU Ruthe 144 O Fuß, der UU Fuß 144 I Zoll, der Q Zoll 144 DO Linien und dieQ Linie 344 0 Skrupel,
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