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Die Lehre vom Dünger. 12. Abſchn. Monatl. Aufeiten, (310)
< deres unſerer cultivirten Gewächſe; und gedeihet darum beſon-
ders auf Boden, der Talkerde enthält u. dgl m. Denn- kennen wir ſowohl die Beſtand«rheile der Gewächſe und Früchte, die wir anbauen wollen, als auch die Beſtandtheile: des Bodens, den wir zum Anbou nübplicher Gewächſe benutzen wollen. ſo laſſen ſich vielleicht in vielen Fällen mehrere, dem Boyden fehlende Be- ſtandtheile, die er haben muß, wenn gerade die Pflanzen, die
, man gern bauen möchte beſonders gedeiben ſollen, ihm zuſebven.
Nach Sprengel wächſt im Lüneburgſchen und beſonders im Wal- deckſchen: da“ beſonders ſchöner Flachs, wo man talkerdereichen Mergel zur: Düngung anwendet.
Bleibt uns auch hinſichts dieſes Gegenſtandes no< viel zu erforſchen Übrig, ſo kann doch der denkende praktiſche Landwirth gewiß“in vielen Fällen ſchon großen Vortheil aus dieſen ge- mächten Bemerkungen ziehen, und'er hat Gelegenheit genug, neue wichtige Bemerkungen zu machen, die immer weiter führen. Möchte“ die von mir gegebene Andeutung recht Viele zum Weiz terforſchen anregen!=-
Monatliche Arbeiten für die Production und Benußung des Düngers,
December,
Den Thieren wird täglich eingeſtreut, und dafür geſorgt, daß Streu und Excremente gehörig gemiſcht werden.
Erlaubt es die Witterung: ſo kann noch Waldſtreu geholt werden.
Es wird Teichſchlamm gefahren werden können, Auch Mer- gel kann gefahren werden.;
Es kann ſchon Gvyps zur Düngung des Klees, der Schoten- gewächſe für künftiges Frühjahr berbeygebolt werden, weil viel» leicht ſpäterbin andere Fuhren, 3. B. das Verfahren des Ge- treides, nöthiger. ſind. Auch andere Dlingemittel können qus der Ferne herbeygeholt werden|);!
Wo die Jauchendüngung eingerichtet iſt, kann dieſe auf die Wieſen und den Acer gebracht werden,;
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