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Die Lehre vom Dünger oder gründliche Anleitung zur Production, richtigen Behandlung und zweckmäßigen Anwendung der verschiedenen Düngerarten auf den productiven Boden / von Friedrich Schmalz
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Vom Gyps- und Erdefahren,

(333) eine möglichſt feine Zerkrümelung bewirkt wird. Das Unter» pflügen' darf nicht tief geſchehen, damit ſie ſovyiel als möglich in die Mitte der ganzen AFerkrume gebracht wird. Gut iſt es, wenn die beſtimmte Quantität des Lehmes auf zwey Mal auf- gebracht und untergepflügt wird, wodurch ein um ſo beſſeres Vermengen Statt finden kann. Wenn der ſo mit Erde befah- xene Aer drey Mal gepflügt und wenigſtens eben ſo viele Male dazwiſchen tüchtig beeggt oder mit dem Baſtart, oder einem an- dern Scarificator bearbeitet worden iſt, ſo iſt die Vermiſchung ſchon ziemlich vollſtändig bewirkt.,

Auf allen Fall muß die aufzufahrende Erde ganz nahe am AFerſtü> liegen, auf welche ſie kommen ſoll, denn außerdem möchte in den ſeltenſten Fällen der Erfolg den Koſten angemeſ- ſen ſeyn. In hieſiger Provinz, wo die Getreidepreiſe- in der Regel ſehr niedrig ſtehen, werden die Koſten des Erdefahrens wohl in keinem Falle bezahlt werden.

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6. 114, Das Erdefahren, was in Sachſen in Erdefahven.

einigen Gegenden, beſonders im Altenburgſchen ſo häufig und eifrig betrieben wird, iſt verſchieden von jenem im vorigen Paragr. angeführten, Der Hauptzwet dieſes Erdefahrens iſt der: Humo=. ſe Erde, welche von den Höhen durch das Waſſer in die Tiefe geführt wurde, wieder auf die Höben und überhaupt auf Stellen des Aders zu bringen, die ihrer bedürfen, Zu dieſem Zwe ſind an dem-- im Altenburgſchen an jedem-- AFerſtü>X, auf der tiefſten Stelle ein Fanglod) angelegt, wo hinein alles vom Aerſtü>, bey ein2 fallendem Regen- oder Thauwetter ablaufende Waſſer durch die Beet- und Querfurchen geleitet wird. Hier ſetzt ſic die mit abgeſchlämmte Erde, welche gemeiniglich eine Menge humöſer Theile, Extractivſtof, Kalk u, ſ. w. enthält, ab.

Iſt ein ſolcher Erdfang voll Waſſer, ſo läuft daſſelbe in angebrachte kleine Abzugsgräben ab, oder es verdunſtet.

In 3 bis 6 Jahren füllt ſich der Erdfang ganz mit frucht- barer Erde an, die, wenn dieſe Vorrichtung nicht getroffen iſt, unbenugt in Gräben und Flüſſen fortgeſchwemmt wird.

. In den Jahren, wo das an ſolche Erdfänge liegende Aker- ſtü& braach liegt, oder ſonſt eine paſſende Zeit, ohne mit einem Zewächſe beſtellt zu ſeyn, leer iſt, wird die Erde nach den öhern Stellen und überhaupt da, wo die fruchtbare Erde nicht nächtig liegt, hingefahren,

6. 115, Auf leere Braache wird die, Erde im Monat Zeit des Erde;

'uny und July, zwiſchen. der Sommerſaatbeſtellung und 021» x Roggenerndte gefahren, Soll aber der Aker im Frühjahr it einer Frucht beſtellt, aber die Erde aus dem daran liegen= zn gange gefahren werden, ſo geſchieht letzteres gemeiniglich im erd. j

. Zu dieſem Erdefahren werden am zwe>mäßigſten die einſpän- nigen Keppkarren gebraucht und überhaupt dabey ſo verfahren, vie bey dem Mergelfahren angegeben worden iſt.

Soll das Erdefahren im Winter Statt finden, ſo muß im

| Herbſt zuvor die Erde in Dämme aufgeworfen werden, von wo

ie leichter bey ſtarkem Froſt losgehauen werden kann, als wenn

ie unauſgeworfen bleibt, X.

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