19149548„1 Vertheilitg“'der-Miſtführent"| 31 ;.(137)
Geſchicht! die'Ueherſträtiung“'des Miſtes"erſt; wenn vie Sgat
ſchvti"" aufgelaufen iſt /' im Spätherbſt'vder Frühjähr, ſo gehen mehreve Pflänzen, die“-Fganz'"mir Miſt bedeckt werden, verloren 3 dont"'ſte fäulen aus.“ Es iſt'daher nvöthig ,/" raſch nach der Be- ſtellung- den! Miſt aufzufahrem und'zu ſtreuen 3: aber dann war 1a ath" der Miſt: ſchon Pa," ehe der Acer beſtellt wurde; und dann ziehe fich es vor, den Dünger lieber unter die Erde zu hrin- gen, Und ſöllte dieß auch erſt mit der Säatfuiche geſchehen. *' Es iſt auch'verſucht- worden, längern ſtrohigen Miſt im Herbſte über den Klee'zu ſtreuen, um ihn' ſo gegen das Aus- wintern zu ſichern 3; aber der Klee litt durch den Miſt ſelbſt, in- dem'er Anlaß zum- Ausfaulen' gab.;
Als Ueberdüngung(Topdressing), paßt* däher. der Miſt am SWOT hierzu eignen ſich mehrere andexe Düngemittel viel beſſer*).=;
6: 66. Tü' großen Wirthſchaften, wozu ein weitläuf- SORGEN hre tiges? Areal gehört, kann es nöthig ſeyn/ einen Theil m Winter. des Miſtes im Winter auszufahren ,/ weil iim Sommer ſich die Arbeit zu ſehr zuſammendrängt, oder weil man vielen Miſt ſchon im Frühjahr unterbringen und benuten will. In dieſem Fall darf der Miſt nicht in kleine Haufen gefahren werden, weil er ſonſt ganz vom Regen und Sc<hneewaſſer auslaugen und über- baupt viel an ſeiner Qualität verlieren würde; er wird daher in ſehr große Haufen, davon einer über 400 Fuder faßt, auf das Feld gefahren.
Zwar iſt dabey doppelte Arbeit, indem der Miſt hernach, wenn er uniergepflügt werden ſoll,“noch einmal aufgeladen und augeinander«gefahren„werden. muß; wenn aber im Winter die Pferde, vielleicht auch- die Knechte, nicht nütßlicher beſchäftigt wer- den können, und wenn man bedenkt, daß im Frühjahr die Miſt: führe, vom Hofe aus doch ſehr beſchwerlich iſt, ſo wird man zUz geben müſſen, daß das Doppelte der Arbeit nicht als etwas Erz bebliches in- Anſchlag gebracht werden darf, Sind die Haufen auf den Aer, zwe>mäßig vertheilt, ſo können. einige Geſpanne in einigen Tagen eine große Menge Miſt aus. einander fahren. Zwar verlieren ſolche Haufen, wenn ſie lange liegen, viel an ih- rem Volumen, was aber mehr, eine Folge des Zuſammenſetens, als der Gährung iſt, ſo bald-nämlich der Dünger im Frühjahre aus einander gefahren und untergepflügt wird, Solche große Haus fen bis im Sommer liegen. zu laſſen, iſt in keinem Fall anzurathen.
.S. 37, Außer dem Stroh,'was das gewöhnliche Streu: Verſchiedene mittel iſt, werden in mehreren Gegenden auch Lau b, Streumittel. Moos, Tannenſtrauch, Haidekraut, Farrenkraut, auch wohl Torf, Raſen u.'a. mehr dazu angewendet.
. Do kann hierzu nur die Noth treiben,.denn das Stroh wird durch keins, der genannten Dinge erſetzt. Im ſächſiſchen Erzgebirge braucht man viele Waldſtreu, weil man in vielen Ge- genden kein Wintergetreide, folglich ſchon deßhalb wenig Stroh, abey.deſty mehr Flachs»bauet 3; und in vielen Gegenden verläßt man. ſich auf die Waldſtreu und verkauft vieles Stroh. Aber es kann auch räthlich ſeyn: ſolche Streumittel zu benußen, um ein niedergeſunkenes Gut deſto früher wieder empor zu beben.
(GEZIET 12.220088 420 IEREET AUEL) *) Siehe Eneyklopädie Bd. 111. S. 219.


