11. Abſc<n, Cinfluß der Witterung auf die Shafe. 263
m m: der Nahrung Krankbeiten einreißen, und dke Heerden ſich in der X Pnelle(dy Folge wieder erholen. „+ ntagg 1a Magern die Schafe bey mangelndem oder fehlerhaftem Futter Mel(Dax ab, ſo“ ſcheint ſich die Wolle zwar-- wie oben erinnert-- durch Erbe( Aut die Zuſammenziehung der Durchbruchsöffnungen zu verfeinern z Zum), yy aber ſie wird auch in eben dieſem Verhältniß kraftlos, erreicht X] fragifen ihre natürliche Länge nicht, wird bleich, tro&en, verliert ihre : Geſchmeidigkeit und übrigen guten Eigenſchaften z indem jede durch ? widrige Einwirkungen herbeygeführte Abmagerung den Fettvor- >14 rath im Zellengewebe und den Zufluß der fettigen Flüſſigkeit Sind ihv 9 durch die Poren der Haut vermindert; weßhalb ſich die Haar: Kiten; den zwiebeln den zur Ernährung und zum Wachsthum der Wolle CE de hinnid nöthigen Nahrungsſaft nicht aneignen können-- daher die Wolle
Much deren ſiets kurz und kraftlos bleiben muß, Derley Thiere werden deß- Nin halb auch immer weniger Wolle in die Wage liefern, und man
'E du; nennt ſolche insgemein Hungerwolle, M2105:
20 übt,| Das Gegentheil tritt aber bey zu maſtiger Nahrung ein, in- Bt oder woj dem der zu ſtarke Zufluß der Säfte den Umfang des Thiers, mithin PD men ein) auch die es umgebende nachgiebige Haut ausdehnt, daher die 123 ſtehende| Poren und die zum Durchbruch und Bildung der Wollfäder be- he dafür, 1 ſtimmten Oeffnungen verhältnißmäßig vergrößert erſcheinen. Da- H den Cy vur< und durch die dem Haare aus der Wurzel zuſirömenden ver- FÜS eerden beit mehrten Nahrungstheile werden die Haarröhren weiter ausgedehnt
W821) geſunden,+ und die Erſcheinung eines Wollfadens, von ſtärkerm Durchmeſſer, W 8 bey Final d. i. eine gröbere Wolle bewirkt; welche auch zugleich, eben 0/10, Stühjahrs dieſer den Wachsthum begünſtigendſten Umſtände halber, auch län- Dy Suznaht ger erſcheint, und ſomit alles dazu beyträgt, daß derley über» [S, jnihe ven flüſſig genährte Schafe auch mehr Wolle in die Wage liefern, FE iomwen, D Obwohl jedoch eine übermäßige Fütterung, welche dieſe Thiere NE 0) durchadn) zur Fettigkeit disponirt, ihnen hinſichtlich der Edelheit ihrer Wolle
ye, wo ſol! nachtheilig iſt, ſo iſt dieß doch, bey einer durch Futtermangel X(Nahrung| entſtandenen Abmagerung, in jeder Hinſicht ein weit ſchlimmerer 1Q zu zetweiß Fall. In einem, ſv wie in dem andern Falle, leidet die Geſund- Re fütter heit des Thieres dabey.
dn, mi. Au das Waſſer, welches den Schafen zur Tränke dient, hat Jie Herde, einen weſentlichen Einfluß auf den Wuchs und die Wäſche der gaſſi,| Wolle. So wird 3. B. eine Heerde, welche früher mit weichem
me fehler! Waſſer getränkt wurde und ſich durch beſondere Sanftheit ihrer geſi| Wolle augszeichnete, bey verändertem Locale und fortwährender as zu md Tränke mit hartem, kaltem, eiſenhaltigem Waſſer=- bey ſonſt glei: 55 des a<er Fütterung und Pflege-- keine ſo ſanfte Wolle mehr, wie frü- + hn umi)" her, erzeugen 3; und eine ſolche Wolle wird ſich in derley hartem Waſ- wadurch 0) ſer nie gut waſchen, ſondern jederzeit einen harten Griff haben. Fihervorſp Der Einfluß der Witterung
nend 3 4 5 3 2 Ferfleln 6. 337. iſt bey keinen unſerer Nugthiere ſo berü>kſichtigungs-
k u 4. u 1, PN. werth, als bey den Schafen z indem von ihrer nachtheiligen Ein- ihen Ouny! wirkung häufig die Exiſtenz der Heerden gefährdet, und ihre
3, das Wolle dem Berderben preisgegeben wird, Vorzüglichen Einfluß 7 jedod) bey der Zucht der Schafe haben: rm a) Der Thau, beſonders der kalte Morgenthau. Es
e; m) Oi c 7|; ie „ fand iſt ſchon öfters erinnert worden, daß jede ſtarke Näſſe den Scha- y' der D! fen ſchädlich iſt, und durch dieſe ſehr oft der Grund zu unbeil- Ner duf baren Krankheiten gelegt wird. Dieß iſt aber bey dem kalten
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