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Die Wartung, Pflege und Zucht der Schafe, oder vollständiger Unterricht über alles, was auf die Naturgeschichte, Alter, Rassen, Kunstzucht und Benutzung der Schafe, nebst Kenntniß ihrer Wolle, Bezug hat : In zwölf Monatsabschnitten mitgetheilt ; Mit einer Kupfertafel / von Bernhard Petri ...
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Schafzucht,

(470) Zu den vorzüglichſten Shafweiden aber:

Esparſette(Hedysarum onobrychis), Pimpinelle(Pote- rium Sanguisorba), ſpigblätteriger Wegerich(Plantago lanceo- lata), Steinklee(Trifolium repens), Sthafſchwingel(Festuca ovina), GSpörgel(Spergula arvensis), Schafgarbe( Achillea millefolinm), rother Bergklee(Trifolium medium), Alpen- tflee(Trifolium alpestre), Erdbeerklee(Trifolium fragiſerum), Raygras(Lolium, perenne).

Der Einfluß der Nahrung

SHS. 336, iſt auf die Geſundheit der Schafe und ihre Wolle weit größer, als der des Climas und der Localitäten z denn es iſt nicht genug, daß man mit Futter und Weide hinreichend verſehen zu ſeyn glaubt, ſonbern beides muß auch derjenigen Schafraſſe, welcher ſie beſtimmt ſind, angemeſſen ſeyn,

. Der Einfluß, den die Ernährung auf die Wolle übt, ſteht t1 dem Verhältniß, als ſolc<e, dur< ihre mehr oder SIniger entſprechende Homogenität auf ſämmtliche Organigsmen einwirkt z und der damit in unzertrennlicher Verbindung ſtehende Ge- ſu 1dheitszuſtand des Thieres liefert den Beweis dafür. Wie groß dieſer Einfluß auf die Wolleerzeugung bey den Schafen Statt findet, kann man nur zu oft oey ganzen Heerden bemer» ken; wenn ſolche z. B. in vollkommen gutem und geſundem Zuſtande eingewintert, im Laufe des Winters'aber bey kärgli- tem Futter abmagern z; ſodann auf einer reichlichen Frühbjahrs- weide wieder in Aufnahme kommen, oder auch im Gegentheil, wenn nach kärglicher Sommer- und Herbſtweide, ſolche durch reichliches Winterfutter in günſtigere Verhältniſſe kommen. Bey ſol< behandelten Heerden kann man gewöhnlich durchgängig eine zweyvwüchſige Wolle bemerken, die an der Stelle, wo ſolc<e während der gebabten kärglichen oder ſchlechten Nahrung ge- wachſen, zuweilen ſo ſchwach iſt, daß ſie, ohne zu zerreißen, kaum die geringſte Ausdehnung verträgt. Iſt die Fütterung aber in hohem Grade kärglich oder ſchlecht geweſen, ſo iſt es ebenfalls nichts ſeltenes, daß ein großer Theil der Heerde, in Folge oben berührier Umſtände, die Wolle'ganz aufſchiebt, das heißt, die Wolle abſtößt, nachdem fie durch dieſe fehlerhafte Behandlung overhaib ihrer Wurzeln, gleichſam abgeſtorben war, um dem erneuerten, geſunden Wollenachwuchs Platz zu machen z denn in dem Berbältniß, als ſich der Unkfang des Körpers durch Abmagerung verkleinert, mus ſich auch die ihn umhüllende Haut in allen ihren Theilen zuſammenziehen, und dadurch die Po» ren und die Oeffnungen, durch welche die Wollfäden hervorſproſſen, verengt werden.- Bey zunehmender Abmagerung verkleinern ſich, bey immer mehr zuſammengezogener Haut, dieſe Durchbruch öff nungen z3 die Rahrungsmaterie, welche den Haaren zufließen ſoll, wird dadurch immer mehr in ihrem natürlichen Gange ge- hindert, ſolche werden daher am Ende[ſo kraftlos, daß ſie von ſelbſt abreißen. Bey gebeſſerter Ernährung nimmt jedoch. die nachwachſende Wolle ihren natürlichen Durchmeſſer und Stärke wieder. anz aber ſie trennt ſich entweder von der krankhaften von ſelbſt, oder ſie wird zweywüchſig. Dieſe Fehler der Wolle Kellen ſich auch dann ein, wenn durc ſchle<htie Beſchaffenheit

41, Vb

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