Schafzucht.
(486) Das Vicogne-Shaf.
6. 111, Das Vicogne-Scaf, ovis Padu(eigentlich Camelus vicuna) hat einen langen Hals, aufwärts ſtehende, leine, glatte Hörner, und lange, feine, ſeidenartige Wolle-- nach dem Schafe Vicogne-Wolle genanuyt. Es lebt im Sommer auf den Cordilleras und im Winter in den Ebenen von Chili im Zuſtande der Wildheit z es läßt ſich aber leicht zähmen.
Das Yeruaniſche Shaf-Cameel,
6. 112, Das Yeruaniſche Shaf-Cameel, ovis gla- ma oder Chama, camelus pernanus, in der Landesſprache: Pacos oder Huanca genannt, Es erreicht die Größe eines Hix- ſches, iſt mit einer Art von ſehr grober Wolle bedeckt und liefert ein vortreffliches Fleiſch zum Genuſſe der Menſchen 3; dieſe Thie- re ſind zu Laſithieren ſehr leicht abzurichten und können bequem ein Gewicht von 60-=- 70 Pfd. auf dem Rücken tragen.
Das Schaf von Seara in Braſilien. 202: 21137 Da 8-S' Maf von? Seanaiu Braſilien. neferr eine Wolle von vorzüglichen Eigenſchaften. Sein Fleiſch iſt je- doch von ſchlechtem Geſchma> und geht ſehr ſchnell in Fäulniß
Über. Das Südindiſche Schaf.
6. 114, Südindiſche Schafe giebt es urſprüngli kei: nez wohl aber ſind von Seiten der Engländer, beſonders in let- tern Jahren, verſchiedene Raſſen dahin coloniſirt worden. Vor- züglich hat man mit Merinos Verſuche im Großen gemacht, de- ren Erfolg abzuwarten iſt. Siehe 9, 7,
Geſchäfte im Monat Februar.
Fütterung der Schafe.
9. 115. Da die Fütterung der Schafe, gegen den Monat Jänner verglichen, keine weſentliche Veränderung erleidet, ſv Tann ſolche auch nun, mit gehöriger Rückſichtnahme auf ein- tretende Verhältniſſe, ganz nach den unter 6. 16. bis 22. ange: gebenen Vorſchriften verabreicht werden. Nur dürfte es in den meiſten Localitäten, wo man ſich früher der Wärme zu erfreuen Hat, auf keinen Fall rathſam ſeyn, noch gegen Ende dieſes Mo- nats Heideſtroh zu füttern 3 indem bey jäher Witterungsverän- E die unter 6. 17. angegevenen übeln Folgen unausbleib- ' lich wären.
. Eben ſo haben die unter 6. 23 und 24, im Monat Jän= ner hinſichtlich der Tränke und Salzle>e gegebenen Vorſchrif- ten aud) jevt noch ihre volle Anwendung z; wegen erſterer hat man jedod) ſeine Aufmerkſamkeit zu verſchärfen, daß überhaupt =- beſonders aber den trächtigen und ſäugenden Schafen=- bey dem nun zuweilen'eintretenden Thauwetter keine mit Schnee- waſſer geſchwängerte Tränke empfangen.
Weide,
9. 116. In dieſem Monat tritt nun bey warm gelegenen Schöäfereyen häufig der Fall ein, daß durch das Thauwetter, die Weiden, Felder und Wieſen von Scnee entblößt werden 3; und
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