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Die Wartung, Pflege und Zucht der Schafe, oder vollständiger Unterricht über alles, was auf die Naturgeschichte, Alter, Rassen, Kunstzucht und Benutzung der Schafe, nebst Kenntniß ihrer Wolle, Bezug hat : In zwölf Monatsabschnitten mitgetheilt ; Mit einer Kupfertafel / von Bernhard Petri ...
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Schafzucht.

(434) Das Madagaskariſche Schaf,. 6. 97, Das Madagaskariſche Schaf beſitt die, kurze, ſteife braune Haare, welche wie die eines wohlgepflegten Pferdes glänzen. Zuweilen findet man feine Wolle zwiſchen dieſen Haa-

ren vermiſcht.; Das Capiſche Schaf.

6. 98, Das Capiſche Schaf wird auf dem Vorgebirge der guten Hoffnung und im Hottentottenlande, ſo wie auch in Aegypten gefunden. Es hat große herabhängende Ohren, einen faſt viereckigen, langen, breiten, dicken, ſchweren Fettſchwanz/ der oft 25 bis 30 Pfund wiegt und auf einen Schubkarren aufge- bunden. wird, um den Thieren das Gehen zu erleichte- 1, Es liefert 10 bis 12 Pfd. ungewaſchene grobe Wolle,

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6. 99. Das Quärdafu-Shaf lebt. in der Gegend des Vorgebirges Quardafu, an der öſtlichen Küſte Africas. Es iſt von weißer Farbe, hat einen kleinen ſchwarzen Kopf, deßgleichen einen 6--8 Zoll langen Schwanz(der ſo dick, wie der Hintertheil iſt), an deſſen Ende befindet ſich ein faſt ſechs Zoll langer run- der Zipfel,

Aſiatiſche Schafe.

Das aſiatiſche Schaf im Allgemeinen. 6. 100, Die aſiatiſchen Schafraſſen vereinigen ſich mehr oder weniger in nachſtehenden Charakterzügen: ſie haben

' einen überaus gekrümmten Ramskopf, der obeye Kinnbacken iſt

oft kürzer, als der untere z; die Ohren ſind groß, ſchlapp und nie- dergeflappt, die Hörner bey den Widdern im Alter ſeitwärts ber- ausgewunden(dieß ſeltener bey Schafmüttern, welche ſie bloß wie bey den Hämmein mondförmig gefrümmt haben), der Kör- per groß, ziemlich hochbeinig, nach hinten zu ungemein mit Fett beſc<) wert und ſtatt des Schwanzes mit einem großen Fettklum- pen verſehen; ſchwache Beine mit großen Klauen, hoch aufge- worfner Bruſt und großem hängenden Hodenſack. Die Wolle iſt weich, aber zottig, ungleich und ſehr mit Haaren vermiſcht, Viel- hörnige Fettſchwänze, ſowohl bey Widdern als Schafen, giebt es nicht ſelten. Nirgends ſind aber die vielhörnigen ſo gemein, als unter den Schafen der krasnvojärſtiſchen Tartaren am Jeniſei. Wenn. die Hörner in dieſer Zahl vorhanden ſind, ſo ſtehen ſie gemeiniglich recht ſymmetriſch, wie Strahlen um den Kopf, etwas vorne übergefrümmt, und ſind ziemlich gleichförmig, kaum einen Fuß lang. Eben ſo giebt es unter den kirgiſiſchen und kalmücki- ſchen Schafen viele, die nach Art der Guineiſchen' unter dem Hals ein paar Glo>ken haben. Zu den Hauptraſſen ſind zu zählen: Das Kabardiniſche Schaf.

6. 101, Das Kabardiniſche Schaf, deſſen Wolle der engliſchen an Feinheit nichts nachgiebt, findet ſich im orenburz- ger Gouvernement.

Das Kirgiſiſche Schaf.

6. 102, Das Kirgiſiſche Schaf iſt ſehr groß und hat lange Ohren, einen Fettſchwanz, welcher oft 30 bis 40 Pfund wiegt, der 20 bis 30 Pfd, Talg giebt, und Glöckchen unten am Halſe, Es wirft zwey bis drey Junge und wiegt zwey Centner,.

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