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1. Übſc<hn. Geſchäfte im Januar, (541)
Behandlunz der erſten Lämmerabtheilung.
6. 39. Die Zeit, welche die Lämmer in dieſer erſten Ab- heilung zu verbleiben haben, beträgt beyläufig 14 Tage oder drey Wochen, und ihre u Nahrung beſteht in dieſer Periode nebſt der M uttermilch wechſelöweiſe aus kleinen Portionen Ha- fer, ſehr gutem feinen Wieſenheu(Klee-, Esparſett- oder Wi- >enheu), beſonders aber aus gutem, feinen Linſenſtroh, welches ihnen beſonders ged deihlich iſt. Im Anfange giebt man ihnen auch abwechſelnd Weizenkleyen unter dem Hafer oder Gerſten- ſchrot, was ſie begierig aufnehmen. Man hüte ſich aber, den Lämmern die Heupvrtionen zu häufig zu repetiren, indem ſolche
davon di>bauchig werden, und beſonders, wenn ſie viel Waſſer darauf ſaufen, in der Folge viel mit Würmern zu een haben.
Am zweemap laſten füttert man denſelben abwechſelnd feines Linſenſtroh, das ſie auch gern aufnehmen, und wonach ſie weniger mit Wurmkrankheiten gequält werden.- Es iſt nicht genug Vor- ſicht anzuempfehlen, das Futter jedesmal genau zu beſichtigen, daß ſolc ches nicht ſtaubig oder gar ſchimmlicht oder dumpfig iſt. Dergleichen nur wenig von Lämmern genoſſenes Was erzeugt theils augenblickliches Abweichen und Koliken, theils wird hie- durch der Grund zu vielen Krankheiten gelegt. Auch wenn den Müttern derley ſchädliches Futter verabreicht wird, äußert ſich die Wirkung davon unausbleiblich bey ihren Säugl ingen; die meiſten davon gehen an der Juhr oder andern tödtlichen Krank= heiten zu Grunde.
Vor jedesmaligem Füttern der Mütter werden die Lämmer während einer halben Stunde zu denſelben zum Säugen gelaſſen, und dann wieder ab vgeſchieden. eber Nacht bleiben ſie beſtändig bey ihren Müttern. In dieſem Alter fangen die Lämmer auch ſchon an, Salz zu leden, und man pflegt ihnen ſolches regelmä- ßig ein. um den andern Tag zu verabreichen. Sie werden. durch längere Gewohnl reit ſehr begierig darauf, und es iſt ihnen, als Medicin angewendet, auch ſehr gedeihlich. Man miſcht unter dieſe Sal zlede gewöhnlich(beſonders gegen Wurmkrankheiten, denen die Lammer beſonders unterliegen) etwas gequetſchten Knoblauch, zerſioßene Eyerſchalen und nam Umſtänden auch bittere Ingredien= zen, als ſehr zu empfehlende e Präſervativ- und Curativmittel,
Waſſer wird den Lämmern zn dieſem Alter nicht vorgeſeßt, indem man bey obengedachter zweckmäßigen Fütterung der Müt- ter mit Grund annehmen. kann, daß ſie bey demſelben hinreichen-= de Milch zu ihrer Ernährung und Anfenchtung haben we rden, und. es iſt ſich deſſen nur als Nothbehelf bey eintretendem Mil<- mangel u bedienen. In dieſem Fall giebt man ihnen“ zweymal des Tags ac<+ dem Rauhfutter,(aber nie na< Körnerfutter, als wod 150 e Indigeſtionen u.| w. erhalten würden)-in fla- <en Gefäßen."ABert Hla SCHE Waſſer mit Gerſtenmehl vermengt, woran ſie ſich bald gewöhnen. Dieſes Getränf muß aber jedes- mal erneuert und die Geſchirre gut gereinigt werden, damit es nicht verſäuert und hierdurch den Lämmern ſchädlich wird.
Verkürzung der L 4,00 DUS(21055 9. 40, Die möglichſte Verkürzung der Lammzeit durch eine
angemeſſene Anzahl von Springwiddern iſt eine jepr wünſchens- würdige und norhwendige Sache, und ſollte, wo es die Umſtände
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