24 Schafzucht.
(542) erlauben, längſtens in zwey Motiaten erfolgen. Nicht allein uf werd daß hierdurch die Geſchäftsmanipulation in einer Zeit ſehr ver- ſondern a mindert wird, wo es ohnehin alle Hände voll zu thun giebt,| m) ſondern die Lämmer bekommen auch durch ihr gleichmäßiges Al:|(mad
ter einen gleichern Wuchs, eine gleichmäßigere Pflege, dürfen - nicht in ſo großen Zwiſchenräumen abgeſpänt werden, und derley Frühläammer können, unbeſchadet der Güte der Lammwolle, mit| 9, 44, ihren Müttern zugleich geſchoren werden, welches bey ſpäter ge:+|6ti>s borenen Lämmern nicht der Fall iſt. Die Spätlingslämmer, die||föltiy auß von durch Übermäßige Begattung geſchwächten Widdern abſtam-| zweyte! R men, liefern einen in die Augen fallenden Beweis, daß hinreizs| Y <ende Sprungſtähre und Vermeidung ihrer zu großen Schwä:[Aſch <ung durch zu vieles Belegen für die Lämmerzucht ein Gegen| zmwund ſtand von höchſter Wichtigkeit ſind; denn die Spätlingslämmer| zehn? ſind vermöge ihres entſproſſenen geſchwächten Zeugungsſtoffes| Jt aller Vi gewöhnlich von viel ſchwächerer Natur, und daher mehr. den| lunberandet Widerwärtigtkeiten und Krankheiten unterworfen; weßhalb ſie ſich Ibie eihzelhe in der Folge durch noch ſo mühſame Pflege ſelten groß ziehen Die Claſſen!
laſſen, und ſie bleiben gegen die übrigen im Wuchſe jederzeit|| Zu( zurück, und entwickeln ſich meiſtens unvollkommener,.(mz HU artigfeit|
Das Stuben der Schwänze,
ie"Lä eurtheren
6. 41, Haben die Lämmer das Alter von 14 Tagen erreicht, HE
ſo pflegt man ihnen die Schwänze abzuſchneiden, da ſie in die-[für die ind ſem Alter dieſe Operation am beſten überſtehen. heilung, 11 Die Caſtration, mh j
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6. 42, Das Caſtriren der Widderlämmer geſchieht am beſten: wenn ſie-3= 4 Wochen alt ſind, in WOEHEN: DREbET IE5 fe uv wenigſten Nachtheil hierdurch leiden z; weßhalb dieſes Geſchaft Gettin
bey den betreffenden Lämmern vorzunehmen iſt(das verſchieden: ſolche mity artige Verfahren hierbey ſiehe Monat October 10. Abſchnitt).|806, Auch die Mutterlämmer. können caſtrirt werden, wodurch ſie' ein und fuvſch weit feineres und beſſeres Fleiſch bekommen, welches das der Zech Schöpſenlämmer an Zartheit und Geſchmac> weit übertrifft. Ü"um -- Ehe man zu dieſem Geſchäft ſchreitet, werden ſämmtliche fer Deed. Lämmer zuvor genau beurtheilt, und die zur Nachzucht beſtimm:“Ni ten Individuen davon ausgeſchieden. Bey den hinſichtlich ihrer 83 Güte zweifelhaften Jndividuen wird dieſe Operation aber bis zur|| Zirch 4 mehrern Entwickelung derſelben verſchoben.(Siehe Beurtheilung bey ſolchen, der Lämmer, Monar May 5. Abſchnitt.) ſher Lui j h Claſſification der Heerden,! 155 6. 43. Im Monat Jänner bietet ſich die beſte Zeit dar,| hibtern 9r. die Schafe in ihrem nun halbjährigen Wollwuchs zu claſſificiren| dy in; und zu revidiren. Der atifmerkſame, nach höherer Vollkommen-| Ni heit ſeiner Schafheerden ſtrebende Schafzüchter verſäumt nicht 1500 dieſen Zeitpunct, ſeine ſämmtlichen Schafe durch die Hand ge: beh hen zu laſſen, theils, um ſich von der Richtigkeit der frühern|(Wh Claſſification zu Überzeugen, theils die nun zur Beurtheilung| Dder Jie geeigneten Jährlinge in das Sortiment der Wolle einzureihen.| ve Hierdurch wird man ſtets einen regelmäßigen Ueberblick von| Beur dieſem wichtigen Geſchäft begründen, um ein richtiges Urtheil|| über ſeine Heerden fällen zu können. Zudem iſt dieß eine ſehr|(,45
wichtige Vorarbeit zur definitiven Claſſification vor der Schur, rs Brat.


