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Die Wartung, Pflege und Zucht der Schafe, oder vollständiger Unterricht über alles, was auf die Naturgeschichte, Alter, Rassen, Kunstzucht und Benutzung der Schafe, nebst Kenntniß ihrer Wolle, Bezug hat : In zwölf Monatsabschnitten mitgetheilt ; Mit einer Kupfertafel / von Bernhard Petri ...
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14. Abſchn.-im Januar,

(537) des Lamines aber ſchon hervorgekommen, und die Blaſe zer: ſpringt nicht von ſelbſt, dann iſt es an der Zeit, ſolche zu öff- nen, um»das Lamm gegen das Erſti>ken zu ſichern.

Iſt jedoch die Geburt unregelmäßig, und hat das Lamm nicht die gehörige Lage, dann iſt durch den Schafmeiſter(wel: <er hierzu die nöthigen Kenntniſſe haben muß) Hülfe zu leiſten, Um dem Lamme durch eine geſchickte Wendung die naturgemäße Lage zu geben, und ſo die Geburt zu befördern.

Nach vollbrachter Geburt wird dem Schafe das Lamm zum Able>en vorgelegt, und man überläßt es ſo einige Zeit der ihm nöthigen Nuhe- Der Schleim, welcher die Lämmer bey ihrer Geburt umgiebt, erleichtert ſolche gar ſehr. Man will allgemein bemerkt haben, daß der gelbe Schleim mehr, als der weiße, eine Anlage zu feſterer Geſundheit verräth z; welches aber noch nähe- xer Beſtätigung bedarf.|

Geſchäfte unmittelbar nach der Geburt,

6. 32, Wenn die Mutter das Lamm abgeleckt hat, ſo wird derſelben das Euter gereinigt, und die zu ſtar? über das Euter gewachſene Wolle behutſam abgerupft und aufgehoben 3"dann mit demſelben in die Kaue(Nothſtall) gethan, worin ſolche ſv lange allein bleiben/ bis ſie ſich kennen und einander gewohnt ſind, das heißt, bis die Mutter ihr Lamm liebgewonnen hat und ſolches willig ſäugen läßt. Auch haben die Kauen zum SZwe>, die Mutter mit ihrem Lamme ſo lange von den übrigen zu ſfepariren, bis ſolche gezeichnet ſind.

Es iſt auch ein häufiger Fall, der ſich beſonders bey Erſt- lingen ergiebt, daß die Mütter ihre Lämmer nicht lieben, ihnen alle Treue verſagen, und ſolche nach der Geburt nicht einmal reinigen wollen, Solche Schafe werden gleich nach dem Gebs- ren mit ihrem Lamme in die Kaue gehoben und das Lamm mit etwas Salz beſtreut, um die Mutter zum Ablecken anzureizen und ſich an den Geruch ihres Lammes zu gewöhnen. Nimmt die Mutter ihr Lamm nicht bald an, ſo muß ſolche mit demſel- bea ſo lange in der Kaue bleiben, bis ſie ſich dazu bequemt. Auch ſogar in der Folge, wenn manche Schafe einmal in den Junghaufen kommen, iſt immer ein aufmerkſames Auge auf dieſelben zu haben erforderlich; indem es ſich zuweilen ereignet, Daß ſolche rückfällig werden, und ſich um ihre Lämmer nicht be- kümmern.

Beym Reinigen des Euters und Einheben des Schafes mit ihrem Lamme in die Kaue iſt erſteres jederzeit zu unterſuchen, ob es kein fehlerhaftes-Euter hat, und daher aud) ſicher vermö- gend iſt, das Lamm zu ſäugen. Man gebe aber ja nicht zu, daß man, der Mutter ihre erſte Milch ausmelke, wie dieß nur zu häufig von vorurtheilsvollen unwiſſenden Schäfern. zum Nach- theil des Lammes geſchieht. Nicht ohne Urſache hat die Natu dem Schafe dieſe anfänglich die, oft klebrichte Milch gegeben z ſie iſt ein Reinigungsmittel für das Lamm, um die in dem Magen und Eingeweiden befindlichen Unreinigkeiten(das Me- conium) abzuführen, Man muß daher jederzeit das neugeborne Lamm die erſte Muttermilch trinten laſſen.

.. DOhne gegründete Urſache läßt man aber die Schafe, welche ihre Lammer lieb haben, nie länger, als höchſt nothwendig iſt,

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