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Die Wartung, Pflege und Zucht der Schafe, oder vollständiger Unterricht über alles, was auf die Naturgeschichte, Alter, Rassen, Kunstzucht und Benutzung der Schafe, nebst Kenntniß ihrer Wolle, Bezug hat : In zwölf Monatsabschnitten mitgetheilt ; Mit einer Kupfertafel / von Bernhard Petri ...
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Schafzucht. (532)

4; In der Frühe 3 Pfund Heu. Um 10 Uhr Vormittags 2 Pfund Erdäpfel ohne Häckſel. Um 2 Uhr Nachmittags 3 Pfund Heu, Abends 1 Pfund Winterſiroh. 1

; 5% In der Frühe Pfund Heu.; Um 10 Uhr Vormittags 3 Pfund Häkſel mit 8 Loth Hafer und 6 Loth Kleyen oder Schrot mit etwas Waſſer angsGfeuchtet,

Um 2 Uhr Nachmittags 3 Pfund Heu,

Abends 1 Pfund Stroh.

Bey dieſen hinreichenden Futterausſäten werden die trächtigen Schafe, in ihrer lebten Tragzeit, nicht allein vorbereitet, hinrei- <ende Euter zu bilden und ihre Milchgefäße zu erweitern, daher ſtärke, geſunde Lämmer zu tragen und zu gebären, ſondern auch vermögend, ihnen nach erfolgter Ablämmerung ſo viel Milch zu- zuführen, um ihre Lämmer für'die Folge gut nähren zu können,

; Erdäyfel-Fütterung,

6. 19. Die Anwendung der Erdäpfel bey trächtigen Schafen iſt nicht zu fürchten, wie manche Schriftſteller, wegen dadurch erfolgenden Verlammensderſelben, gewarnt haben; ſolche ſind im Gegentheil bey trächtigem Vieh mäßig gefüttert ſehr dienlich, den Zufluß der Milch vorzubereiten und zu befördern. Das auf das Erdapfelfutter"erfolgte Verlammen dürfte ſich, aus folgenden Gründen, Mancher nur ſeiner eigenen Unvorſichtigkeit zuzuſchrei- ben haben, theils wenn die Erdäpfel nicht gehörig gereinigt ſind, tbeils und hauptſächlich, wenn man das Drängen der Schafe, beym Hineinlaſſen in den Stall, und insbeſondere beym Erdäpfel- futter ſelbſt, nicht zu verhindern ſucht; indem die Schafe beynahe auf kein Futter begieriger jind, als auf dieſes, nämlich wenn fie ſolches zu freſſen ſich einmal angewöhnt haben. Die Fütterung der Wurzelgewächſe im Winter, iſt den Schafen im Gegentheil bey zweckmäßiger Anwendung ſehr geſund und erquickend, indem ſie ihnen als eine ſaftige ungekünſtelte Nahrung, eine Enkſchädi- gung für das Grünfutter darbietet. Noch mehr als oben ange- führte Urſachen führt das Verlammen hervbey, wenn man den trächtigen Schafen verdorbenes, verſchlämmtes, ſchimmlichtes oder ſtaubiges Futter giebt, und die Tränke nicht zeitgemäß mittheilt, ian kann in dieſer Hinſicht die Vorſicht nicht zu weit treiben.

Hafer-Ohm als Mengfutter,

6. 20. Das beym Haferabdruſch abfallende Ohm wird von den Schafen ſehr begierig gefreſſen, wenn man daſſelbe mit Häckſel zur Hälfte vermiſcht, ſtatt letzteres allein unter das Erd- äpfelfutter zu vermengen. Doc muß ſolches, um nachtheiligen Folgen vorzubeugen, vor jedem Futter ſehr rein ausgeſtäubt werden. Auch allein, ohne Hackſel, kann man das Haferohm als ein vortreffliches Beyfutter, mit Erdäpfeln vermiſcht, oder bey Körnerhä>ſelfütterung, füttern,

Kleefütterung,.

6. 21, Iſt Kleeheu vorhanden, doch nicht hinreichend, um dem ganzen Vieh täglich eine Portion davon zu verabreichen, ſv

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