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Die Wartung, Pflege und Zucht der Schafe, oder vollständiger Unterricht über alles, was auf die Naturgeschichte, Alter, Rassen, Kunstzucht und Benutzung der Schafe, nebst Kenntniß ihrer Wolle, Bezug hat : In zwölf Monatsabschnitten mitgetheilt ; Mit einer Kupfertafel / von Bernhard Petri ...
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e Eintretenden Vhlämmerung

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1. Abſ<n. Geſchäfte im Januar.

;(531) ter Witterung freſſen, zu ſeyn ſcheint, ſo ſehr iſt bey deſſen Füt- terung große Vorſicht zu empfehlen. Wenn das Heidekorn- ſiroh entweder bey gelinder Witterung gefüttert, oder nach fal- ter Witterung, bey jäher Umwändlung derſelben, die Schafe bey warmer Luft und Sonneyſchein in der Folge ausgetrieben werden: ſv äußern ſich obgenannte ſchädliche Kränkheirs- Erſchei- nungen, die zwar bey vorausgegangener, nicht anhaltender por- ſichtiger Fütterung deſſelben gewöhnlich wieder von ſelbſt ver- ſchwinden, und öfters keine weitern Nachtheile, als auf einige Zeit verinderte Freßluſt, zurücklaſſen. Wo aber dieſes Futter ſehr häufig verabreicht, die Schafe hiebey wenig der friſchen Luft genoſſen haben, und im Frühjahr bey warmer Witterung und Sonnenſchein auf die Weide kommen, da ſind die Wirkun- gen dieſer Fütterung fürchterlich= oft vier Wochen lang be- merkbar== und ſo heftig, daß ſolche bigweilen bey den geſün- deſten, vielmehr aber bey jenen zur'Fäulung etwas geneigten Schafen den Tod herbeyführen. Unter ſolchen Umſtänden gebo- rene Lämmer bringen die Krankheit ihrer Mütter öfters mit auf die Welt, und äußert ſolche ſogar ſchon einige Stunden nach der Geburt, durch geſchwollene Köpfe und Ohren. Aus dieſen angeführten Gründen vermeiden vorſichtige Schafzüchter fo viel

* mvglich dieſe Futterart,

Fütterutissſatz bey der Frühlämmerung.

9. 18« In Schäfereyen, wo die frühe Ablämmerung einge- führt iſt, werden in der Regel das gelte Vieh und die Widder in dieſem Monat gänz nach oben vorgeſchriebener Futterord- nung behandelt; bey den avgelammten und hochträchtigen Scha- fen aber leidet ſolche eine weſentliche Veränderung. Unter die- ſen Umſtänden wird das Hauptaugenmerk dahin gerichtet, theils durch öfteres Futtervorlegen, den dießfälligen Bedürfniſſen der Natur entgegen zu kommen, theils mit zweckmäßigen Futter auf die Milcherzeugung hinzuwirken. Man befolgt daher nach Umſtänden, in vielen guten Schäfereyen, nachſtehende Futterz ausſäße:

1, In der Frühe 3 Pfund Heu oder Grummet, Um 10 Uhr Vormittags 1x Pfund Erdäpfel(oder Surrogäte) * mit x Pfund. Strohhäc>ſel vermiſcht. Um 2 Uhr Nachmittags 3 Pfund Heu, Klee oder Grummet, Abends 2 Pfund gutes Futterſtroh.

Ts In der Frühe x Pfund gutes Miſchlingfutter. Um 10 Uhr Vormittags 2 Pfund Erdäpfel mit 1 Pfund Häckſel. oder reinem Hafer- Ohm vermiſcht, Um 2 Uhr Nachmittags 3 Pfund Heu,

Abends 3 Pfund Winterſtroh.

37 In der Frühe 4 Pfund Hirſenſtroh. Um 10 Uhr Vormittags 3 Pfund Heut. Um 2 Uhr Nachmittags 3 Puy Heu, Abends 3 Pfund Winterſtroh.

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