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Die Wartung, Pflege und Zucht der Schafe, oder vollständiger Unterricht über alles, was auf die Naturgeschichte, Alter, Rassen, Kunstzucht und Benutzung der Schafe, nebst Kenntniß ihrer Wolle, Bezug hat : In zwölf Monatsabschnitten mitgetheilt ; Mit einer Kupfertafel / von Bernhard Petri ...
Entstehung
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Schafzucht. (530)'

deſſelben, unterliegt nun theils nach Maßgabe der eintretenden

Tagsverlängerung und höherer Trächtigkeit oder Ablämmerung

der Mutterſchafe Abänderungen.

Bey denjenigen Schäfereyen, wo in der Regel die Lammzeit mit Anfang des Monats März beginnt, wird dem ganzen Schafe: vieh gleiches Futter in drey Portionen verabreicht. In dieſer Be- ziehung werden nach den örtlichen Verhältniſſen, den beſtehen= den Futtervorräthen und deren Gattungen, bey einem voraus- geſetzten Mittelſchlag(wonach die Futterpaſſirung, je nachdem die Raſſen. größer oder kleiner ſind, modificirt werden muß) fol- gende Fütterungsarten als Beyſpiel angeführt, nämlich auf ein altes Schaf berechnet:

1: In der Frühe 3 Pfund gutes Haferſtroh. Mittags 1x Pfund gutes Heu oder Klee, Abends 3 Pfund gutes Winter- oder Gerſtenſtroh.

2; In der Frühe 2 Pfund Hirſenſtroh. Mittags 2 Pfund Erdäpfel mit Beymiſchung von 8 Loth Strohhäckſel und 8 Loth Hafer, Abends 3 Pfund Gerſtenſtroh.

3 In der Frühe 8 Pfund Heu, Mittags 3 Pfund Heu.: Abends 1 Pfund Stroh(Weizen-, Korn-, Hafer-, Gerſten- oder Heidekorn- Stroh).' 5; 4, In der Frühe 3 Pfund Sommerſtroh.

Mittags x Pfund Strohhäc>ſel mit 6 Loth Hafer und 6 Loth

Kleyen oder Schrot, mit etwas Waſſer angefeuchtet, Abends 3 Pfund Winterſtroh.

I: In- der Frühe 3 Pfund Heu, Mittags 2 Pfund Erdäpfel mit 3 Pfund Häſel. Abends 2 Pfund Winterſtroh.

6. In der Frühe 3 Pfund Heu. Mittags wie bey Nr. 4. Abends 1 Pfund Stroh.

Nöthige Vorſicht EIE WEIN(Bu<weizen:-) roh.

9. 17, Wenn Heidekornſtroh vorhanden iſt, ſo wird in manchen Schäfereyen, die großen Mangel an Futter leiden, auch ſolches bey ſtrenger kalter Witterung, abwechſelnd mit andern Strohgattungen, einmal des Tags, beſonders als Nachtfutter, gefüttert. Bey gelinder Witterung iſt dieſes ſchädliche Futter ſorgfältig zu vermeiden, indem es die Schafe unter ſolchen Um- ſtänden nicht gern freſſen und ihnen geſchwollene Köpfe und Ohren, in verſchlimmerten Fällen auch Geſchwulſt am ganzen Körper dadurch verurſacht wird. So gedeihlich das Heidekorn- ſtroh den Schafen dem Appetit nach, womit ſie es bey ſehr kal-

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