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Die Wartung, Pflege und Zucht der Schafe, oder vollständiger Unterricht über alles, was auf die Naturgeschichte, Alter, Rassen, Kunstzucht und Benutzung der Schafe, nebst Kenntniß ihrer Wolle, Bezug hat : In zwölf Monatsabschnitten mitgetheilt ; Mit einer Kupfertafel / von Bernhard Petri ...
Entstehung
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1. Abſchn, Naturgeſchichte des Scafes.

(D275) indem ſich ſolche als zwitterartige Geſchöpfe nicht weiter vermeh- ren fönnen.

Die Verſchiedenheit der äußern Geſtalt des Mußflons" mit dem Schafe läßt ſich ſehr»leicht durch die Einflüſſe des Climas, der Cultur und, Paarung extlären. So 3. B. wird das wollige Schaf jeder Gattung aus Europas Clima in die heißen Zonen gebracht, jederzeit die Wolle nach einigen Generationen verlieren und ſtatt dieſex mit ſtarren Haaren bedeckt werden. Man wird dann ſchwerlich nach mehreren Vererbungen ein derley Urſprüng- lich europäiſches Schaf mehr erkennen können; was auch den Um- ſtand außer Erheblichkeit bringt, daß das Mutlon faſt gar keine Wolle trägt. Sich ſelbſt Überlaſſen verſchaffte die Natur demſel- ben eine ſeinen jedesmaligen Bedürfniſſen angemeſſene Bekleidung, um ſich gegen die verſchiedenartigen climatiſchen Einwirkungen ſchüßen zu können. Die Bekleidung des Schafes im hohen Nor- den iſt ebenfalls den Haaren ähnlicher, als der Wolle; und ſie erzeugen unter den gröbſten Haaren auch zuweilen gleich den Zie- gen einen feinen Flaum. Das Muflon iſt demnach im natur- hiſtoriſchen Sinne bey dem Schafgeſchlechte als das Ur- Stamm- thier aufzuſtelien; von welchem alie durch Clima, Nahrung, Paa- rung und Kunſt hervorgebrachte Schafraſſen durch ſtete Feſthal- tung der zufällig oder durch Kunſt und Clima hervorgebrachten Eigenſchaften entſtanden ſind; indem alle Wahrſcheinlichfeit vor- handen iſt, daß, könnte man die Exiſtenz der Schafe in einer ununterbrochenen Reihe bis zur erſten Schöpfung hinauf verfol- gen, wir im Muſlon(als das gegenwärtig einzige Thier dieſer Gattung, welches noch im wilden Zuſtande getroffen wird) das Ur- Stammthier der Schafe finden würden.

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Natur und Kunſt brachten die jetzigen Schafraſſen hervor,

9. 11. Durch die Verſehung des Schafes in die Reihe unz ſerer Hausthiere hat die Natur dieſes Thieres eine weſentliche Veränderung erlitten. Je nachdem das Clima, Nahrung, War- fung R. ſ. w. Einfluß auf daſſelbe nahm, hat dieſelbe Varietäe- ten gebildet, Unter ſtets gleichen Verhältniſſen und Paarung in ſich ſelbſt wurden dieſelben nach und nach gleichartiger, und nach einer langen Reihe von Generationen entſtanden hierdurch con- ſtante Raſſen. Die Menſchen haben nach ihren Localbedürfniſ- ſen zuweilen zufällig, zuweilen abſichtlich die Entwickelung der Raſſen befördert, und den ſich der Wolle und Köxrperentwickelung entgegenſtrebenden climatiſchen und Localverhältniſſen Intelligenz und Beharrlichkeit entgegengeſetzt.

Daß die Schafe hierdurch in ihrer Natur, Lebenskraft und Ausdauer viel verloren haben und empfindlicher geworden ſind, iſt nicht zu bezweifeln; denn nur zu oft unterliegen ſie dem Ein- fluſſe der Witterung und der Nahrung bey fahrläſſiger ſchlechter Behandlung, und der aufmerkſame Beobachter kann ſogar in ih- xen heutigen Vephältniſſen in den meiſten Fällen an ihrem Be- nehmen die Veränderung der Witterung erkennen,

Nüßblichkeit der Schafzucht im Allgemeinen. 9. 12, Die Schafzucht beſchäftigt viele Millionen Menſchen auf die nüblichſte Weiſe und bietet denſelben viele Nahrungs-