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Die Wartung, Pflege und Zucht der Schafe, oder vollständiger Unterricht über alles, was auf die Naturgeschichte, Alter, Rassen, Kunstzucht und Benutzung der Schafe, nebst Kenntniß ihrer Wolle, Bezug hat : In zwölf Monatsabschnitten mitgetheilt ; Mit einer Kupfertafel / von Bernhard Petri ...
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fen geworfen werd

Schafzucht. (526) Obwohl das Schaf gegenwärtig in ſeinem Aeußern von der Geſtalt des Muſlons ſeyr abweicht, ſv zeigt ſich doch bey ſeiner

innern Organiſation und Naturtrieben eine große Uebereinſtim-

mung mit demſelben. Der Widder des Argali(Muflon) iſt in der Regel behörnt, was beym Weibchen ſelten der Fall iſt, Die Hörner ſind gerade, zuſammengedrückt, hodl, rückwärts gebogen und Überail mit erhöhten Querringen verſehen, Die heriſchende Farbe iſt die der Hirſchfarbe, Die Phyſiozuomie iſt hochroth, Über den Rücken, das, Kreuz bis zum Schwanz läuft eiat ſchwa- zer Streif,| Die Füße find roth, der Bauch gewöhnlich. weiß, die Bauchſeiten mit weißen Partien von Flecken verſehen. Sie ſtreiten, gleich unſern L8idvern, ſehr häufig unter einander, oft mit ſolcher Heftigkeit, das ſie ſich zuweilen tödten. Das Männ- chen iſt viel größer, als das Weibchen, und kommt beynahe in der Größe den Rennthieren gleich, Ein alter Argali wiegt nach Pailas bey 310 Pfund Bpothetergewicht, ein erwachſenes Schaf

ben gleich unſern Schafen das geſellſchaftliche Leben und ſam-

alten Argali ſind ſehr. menſchenſcheun und. nur durch förmliche Jagd zu betommen. Die jungen ſind jedoch leicht zahm zu ma- dien, und bequemen ſid) in kurzer Zeit, den vertraulichſten Hauss thiezen gleich zu werdeii.

Beweis dreſer Behäanvrung.

6. 10. Die, Aehnlichkeit des Mujlons mit dem zahmen Schafe<arafkteriſirt ſich beſonders durch ſeine gleiche Gewohn- heit in der Aufzucht ſeiner Jungen, in der größten. Gleichheit ihrer Stimme, im dem Geſchmac> des Fleiſches, in! dem furcht- ſamen Weſen, der Geſtalt des Kopfes, der Farbe mit den roth-= füßigen nordiſchen, unſerm gemeinen und den ſpaniſchen Chur- 108- Schafen. 4

Die tkriftigſten Beweggründe zu der Behaupzxung, daß das Mufton und das jeßige Schaf ein und dieſelbe Gattung iſt, dürften wohl darin liegen, daß das Muflon gleich dem Schafe der Drehkrankheit unterworfen iſt, und daß ſich daſſelbe mit dem zahmen Schaf nicht nur fruchtbar begattet, ſondern ſich auch dieſe Abkömmlinge wieder fruchtbar vermehren; indem die organi- ſirten Körper nur durc ihres Gleichen erzeugt und fortgepfianzt werden können..

, Wollte man dieſe Verwandtſchaft ſtreitig machen, ſv müßt die Fundamentalregeln. der meiſten Naturforſcher über den Hau- en, welche behaupten: daß nur ein und die-

ſelbe Gattung ſich fruchtbar in ſich ſelbſt vermehren könne. So Zz. B. findet man einen Gegenbeweis in der Begattung der Zie- gen mit den Schafen z denn obwohl der Schafbo> einen unüber- windlichen Abſcheu vor der Ziege hat und dieſelbe nie bede>t, ſo gelingt es doch vfters dem geilen Ziegenbock, bey Mangel ei- nes Schafbo>s eine brünſtige Schafmutter zu bede>en. Die aus dieſer heterogenen Begattung entarteten Geſchöpfe ſind aber 3. B. gleich den Mauleſeln nicht mehr ferner zur Nachzucht tauglich,

indem ſi ren kunn Die dem GU der Enit Schaf je gebracht, und ſigi! dann ſd) lich euro) ſtand au Bolle in ben eine! um ſich* ſchüßen 3! den iſt eb! erzeugen! gen eine! hiſtori hier aus rung u tung 001 (igenſch 1 handen 1 ununterb3 gem, Win Gattung M: Gt

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