6 Schafzucht.
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Spaniens Concurrenz zum Wollhandel dürfte wohl auch ſo-"ven Weiß bald nicht mehr zu fürchten ſeyn, indem durch die dort Statt ge: uf Reine habten verheerende Kriege ein großer Theil der edelſten Schafe+| je auch dis vernichtet, der übrige Theil aber durch feindliche Plünderungen vs für&! und Blutsvermiſchungen; ſehr gelitten hat. Auch wird das ra-| nech imm tionelle und induſtrivſe Verfahren, womit der deutſche Schaf- und dier züchter der Veredlung der Wolle obliegt, demſelben einen wei-| ſchätzt unt!
ten Vorſprung vor den Spaniern ſichern, welche gewohnt ſind,--4| ohlhabe' ihre Schafzucht ganz dem dortigen günſtigen Clima und ihren vinnen A
unwiſſenden Majorals zu überlaſſen, und damit alles gethan zu.| 4jeilen; fi haben glauben. 1/1* Deutſf
Eben ſo dürfte Italien, bey ſeinem eingeführten Culturſy- fit und(* ſtem, nie in eine gefährliche Concurrenz mit uns treten können.| vie buchſt?
Wenn es eine ſv leichte Sache wäre, fich hochedle Heer:+*%|| ve Wen den aus reinen Stamm- Raſſen ſo ſchnell zu verſchaffen und zu- ji vem 8 leich zu vermehren, dann hätte man allerdings Urſache, eine| jl fein 3
Soncurvenz von Seiten des ſüdlichen ruſſiſchen Reiches zu be- jen darf 4. 4a Ü rioſs GY."5,3 9 dürfte cl tedod 41?(“>.|| y vy?
fürchten. Dieſe Concurrenz dürfte ſich jedoch, wenn ſie auch|
wirklich einmal Statt haben ſollte, mit der Bevölkerung, welche|
auf dem ganzen Erdball bey dieſem Artikel in Mittheilnahme
tritt, verhältnißmäßig ſich ausgleichen.| . Die neuen Schäferey- Anſiedelungen der Engländer auf Neu-
Süd- Wallis und Van- Diemens-Land haben bey Vielen Be-
ſoraniſſe erregt. Dieſe Unternehmung'hat jedoch mit vielen ge-|. gründeten Widerwärtigteiten zu kämpfen, und es iſt dieſes er-+|?
wieſenermaßen koineswegs eine ſv leichte Sache, als man an- fangs wähnte; worüber Öffentliche Blätter uns"ſchon vfters| Nachrichten gegeben haben. Sollte dieſer Plan auch in ſeiner| ganzen Ausdehnung, der Anzahl der Schafe nach, erreicht wer- den können; ſo iſt es doch nicht ſo leicht, ſich in den.Beſiß der hohen Quantitäten derſelben zw ſeven z denn jeder rationelle Schafzüchter weiß, wie vielen Schwierigkeiten-es unterliegt, ſich nur eine kleine. Heerde edter Thiere' von reiner Zucht zu ver-
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ſchaffen, und welche Umſicht und Kenntniſſe erfodert werden,“ Ihen Elp ſolche in ihren Qualitäten permanent zu erhalten. Setzet man aud Toſcm dieß mit der projectirten hochfeinen Schafzucht zu Neu- Holland|. wieder mg -=- wo phyſiſche und moraliſche Hinderniſſe zu beſiegen ſind=--|(en giebt in eine Parallele, uud erwäget man zugleich.die Entfernung,| 10 Dom die Gefahren des Verderbens der Wolle, auf einer faſt. ein Jahr| JlicS langen Transportreiſe, die höchſt bedeutenden Frachtkoſten(die=»|"3Zſms der europäiſchen Wolle zum Vortheil gereichen) u. ſ. w.; ſo| dime können die- Beſiger hochedler Schafheerden dießfalls beruhiget*%-| wwe ſeyn. Auch ſcheinen ſich in Neu- Holland mehr die engliſchen||"ird die S langwolligen Fleiſchſchafe, als die Merinos mit ihrer kurzen,!ung, Vo 5 elaſtiſchen Wolle, mit engen niedrigen Bögen, zu nativonaliſi- mech Zwel renz was auch der im verfloſſenen Jahr in London gelöſte ge-, weichend 3 ringe Preis für die aus Neu- Süd- Wallis angekommene ſvge-„| Alem'"g nannte Merinos- Wolle zu beweiſen ſcheint.„58 „Die nun in Europa durch Ternaux eingeführten kirgiſiſchen Jaz Ny Ziegen werden mittelſt ihres Flaums, der furzen, feinen, elaſti- A0EN ſchen Wolle der Merinovs und hochveredelten Schafe keinen Ein- liche,;ls trag thun. Ohne in Anſchlag zu bringen, daß dieſe Ziegen, we- argali) ds gen des geringen Gewichtertrags ihres Flaums und des vers| Wt Berz hältnißmäßig geringen Preiſes deſſelben(welcher nicht einmal k Corſica, 6*
" Sibirien


