34 immer ungerne unter der Leitung eines andern. Un- gleihheit der Begriffen muß oft. ſtatt finden; es zeigt ſih gegenſeitiger Widerſpru<ßz jeder»Theil glaubt. die Hauptperſon zu ſeyn z man ereifert ſich, man entfernt ſich 3 die gute Sache leidet darunter, und man endet mit gänzliher Entzweyung, welche faſt unausweichlich die Folge der Auflöſung einer an ſich ſelbſt guten Anſtalt mit ſi<h führt.
Bey dieſen auf beyden Seiten gleich großen Shwie- rigkeiten wird indeſſen die Weisheit der Berneriſhen Re. gierung, unterſtüßt von jenem Eifer für alles Shöne und Gute, welchen ſie ſo häufig zu Tage legt, wohl 5as Mittel finden, das den Ausweg zeigt, um an keiner der beyden Klippen anzuſtoßen, die entweder die Entſie- hung einer nüßlichen Anſialt behindern oder ihrer Dauer Gefahr drohen.
Indeſſen bleibt mir noh der Einwurf zu beantwor- ten, den man mir zu machen ſich berechtigt halten kann.
Warum foll in der Shweiz eine Anſtalt errichtet wer- den, die naß den geäuſſerten Begriffen den Fremden einen größern Nußen gewährt, als dem Einheimiſchen? I< will das Engherzige eines ſolHhen Einwurfes nicht berühren, der das. Nükliche und Gute ausſhließt, wenn man nicht direkte den größten Nußen ſelbſt davon zieht; ich will niht auf die Erleuchtung hindeuten, welche ſo manche unſerer: Jünglinge für ihre wiſſenſ<haftlihe Bil- dung im Ausland auf dortigen Univerſitäten und Aka- demien gefunden. haben, ſondern ih halte mich einzig an die Ueberzeugung, daß wenn auch ſchon derjenige Vor- theil, der am meiſten in die Augen. leuchtet, nicht gerade zu dem Schweizer, oder dem Canton, in welchem eine ſolche Anſtalt errichtet wird, zufließt, dennoch ſo viele


