12 Furchen auf einmal, welche ganz gleiß ſind, und die man na< Maaßgabe der Tiefe, welche der einzuſtreuende Saame fordert, mehr oder minder tief machen kann.
Die Gleichheit der Furchen, ihre beſtimmte Tiefe erleichtern die Ausſaat, die von Hand geſchieht, ſo ſehr, daß dadurc< bei einem erfahrnen Säemann die große Säde- Maſchine faſt entbehrlih wird, denn wenig Körner verlieren ſich, wie ſonſt geſchiehet, in den tiefen Furchen des gewöhnlichen Pfluges, beſonders wenn wan dann das Feld in die Breite eggetz und da jede Art von Gewächsſaame ihre gehörige Tiefe erhält, ſo geht ſelbiger leiht und ſicher auf.
Da ich der großen Säe= Maſchine gedacht habe, ſo werden Sie wünſchen daß ih mich au< über dieſelbe ein wenig näher erkläre.
Ihr Mecanismus iſt ohne anders ſinnreih, allein er ddrfte wohl zu compliciert ſeyn und er ſcheint Herr
Fellenberg ſelbſt no< nicht"ganz zu genügen, beſonders
müſſen die großen Koſten derſelben einſtweilen no< von ihrer Nachahmung abſhreFen. Herr Fellenberg hofft aber no< dur<h einen einfahern Mecdanismus dieſe Koſten um vieles verringern zu können.
Ehe wir die Felder des Herren Fellenberg verlaſſen muß i< Ihnen no< etwas von der Austro&nung der- ſelben durch die unterirdiſchen Waſſerleitungen ſagen.
Allerdings iſt eine der erſten Forderungen eines guten Landwirths, daß ſein AFer tro>en gelegt werde, und daß weder verborgene, unterirdiſche, no< offen liegende Quellen' ſeine Bebauung behindern. Dieſen Grundſaß hat Herr Fellenberg richtig befolgt, allein es ſcheint mir die dabey angewandte Arbeit ſey zu koſibar, und zeuge mehr von jenem Geiſt der Ordnung, Pünktlichkeit, und


