7 ihrer Wünſche unbefriedigt laſſe, und weil mein Ge/ wiſſen mir die Ueberzeugung giebt, daß, eben ſo frey von Vorurtheilen als von Leidenſchaft, ich bey Beſich- tigung dieſes Gutes einzig die Wahrheit zum Zwe gehabt, und dieſe naß dem Maaße von Kräften und Kenntniſſfen., die ih mir in dem Fac<e der S<hweizeri- ſchen Landwirthſchaft erworben, geſucht'habe. Beſchränkt- heit dieſer Kräfte und Kenntniſſe können mic< da und dort irren laſſen, allein gerne werde ich Belehrung an= nehmen, und. denn ſind ja dieſe Zeilen niht der Par- theyſache nicht dem Federkrieg ſondern einer freund-= ſhaftlihen Unterhaltung gewiedmet.
Hofwyl umfaßt vier verſchiedene" Hauptgegenſtände.
Erſtens. Die praktiſche Landwirthſchaft, die Herr Fellenberg auf dieſem Gut in Ausübung gebracht hat, worunter die Bearbeitung der Felder und der Wieſen, die Beſorgung des Viehes, des troFenen und naſſen Düngers, die Einrihtung von Sheunen, Ställen, Ma- gazinen, Gewölben, Behältern u. ſ. f. begriffen iſt.
Zweytens. Die Errichtung von Werkſtätten zu Verarbeitung von allen den verſchiedenen AFergeräth- ſchaften und“ Maſchinen, welche Herr Fellenberg in ſei- ner Landwirthſchaft eingeführt hat.
Drittens. Die Errichtung einer Landwirthſchaft- lihen Lehr- Anſtalt, in welcher junge Leute von Erzie- hung, die dur< ihre Geburt oder durh Neigung zu künftigen Landwirthen beſtimmt ſind, einen vollſtändigen Unterricht in der praktiſchen Landwirthſchaft und allen dahin einſchlagenden Wiſſenſ<häften, als Naturgeſchichte, Mathematik, Chemie, Botanik u. ſ. f. erhalten können.
Viertens, Die Errichtung einer Armenſchule, dur< welche die Armen- Kinder der umliegenden Ortſchaften,


