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Ueber die Verwaltung des Staatskanzlers Fürsten von Hardenberg : Fortsetzung der Schrift: Ein Punkt auf's I / von E. von Bülow auf Cummerow
Entstehung
Seite
107
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107 und quf.-die ſtädtiſchen Gewerbe geäußert;!. Dieſe zah- len" zwar nicht mehr Abgaben, wie ehemals, aber den- noch veyarmen ſie mit; der Handel ſteht verwäiſet da, nachdem fremde Staaten ihm ſeine Quellen abgeſchnite ken häben; und die Gewerbe, welche ſich durch die ih- nen gewährte Freiheit-neu beleben. ſollten, ſind zwar von. den frühern nachtheiligen Einwirkungen-befreiet, leiden aber wieder quf der andern Seite, indem ſich ſv viele Pfuſcher in ſie hineindrängen, ſo daß die übrigen Lein Brod mehr behalten. Blos die Geldbeſißer und die Gewerbe in der Reſidenz blühen immer mehr auf. Lektere, weil dort alles Geld-zuſammenfließt, und-auf Koſten des Ganzen ein großer" Reichthum erzeugt wird, der, da jeder Reichthum relativ iſt, um ſo größer Scheint, je-niedriger diejenigen Producte im Preiſe ſte- Hen, die die Städter dem Landmanne abkaufen müſſen. Erſtere dagegen gaben'durch die hohe Nutung ihres Ca- pitals ſelbiges umdie ganze Höhe der- Staatsſchuld:und um alle diejenigen Schulden vermehrt, die die Grund- beſitzer und Corporationen zu.machen gezwungen waz xen.- Gern könnte. man ihnen ihren Wohlſtand gön- nen, wenn nur nicht alles Geld dem Ländbau und den Gewerben entzogen und zum Handel mit Staatspapie- xen und zum Speculiren in fremden Fonds gebraucht würde.

Wenn wir nun mit einem Blicke die gegenwärtige Lage der Dinge zuſammen Faſſen, ſo finden wir, daß ; Preußen mit großem Kraftaufwande ein Gebäude bes 'gonnen hat,. welches. bis jezt unvollendet geblieben iſt,