3 Beſorgniß erregte, ward ſeine Eitelkeit verlekzt, daß Preußen, welches. er ſo ſchnell erobert hafte, ſich auf keine. Weiſe vor ihm demüthigen wollte, ſondern ihn Lkalt und mit Würde“ zurückſtieß. Sein Haß gegen Preußen ward dadurch immer ſtärker und unverſöhn- licher. Nur einem vollendeten Staat5mann konnte es gelingen, unter dieſen Umſtänden, und bei ſo mancher- lei, Napoleon kränkenden Veranlaſſungen, ihn immer zu beſchwichtigen und jeden Ausbruch, zu verhindern, und doch.eine ehren= und würdevolle Stellung zu- bez halten, die bei der ganzen Welt die Ucberzeugung er- hielt, Preußen warte nur auf eine Gelegenheit, um mit der.„größten Entſchloſſenheit gegen Napoleon aufzu- treten.
Nicht minder ſchwierig.war die Lage der Finanzen, Preußen hatte durch. den Krieg ſo. unendlich viel gelitz ten, daß man es für völlig erſchöpft halten mußte; das bei gab es Anforderungen ohne Ende,
Frankreich forderte die Zahlung einer großen Kriee ges- Contribution ,, die franzöſiſchen Truppen in..den Oder.- Feſtungen. ihre Verpflegungen, viele entlaſſene Militaix- Perſonen und Civil- Beamte Lebensuntexrhalt, die Staatsgläubiger ihre rückſtändigen Zinſen, die Mi- norennen die Rückgabe der ausgegebenen. Depoſiten- Gelder ,. der Krieges- Miniſter. die- Anſchaffung, neuer Krieges=Vorräthe. Wo. follte alles Geld hergenommen werden., um, dieſe verſchiedenen Anſprüche zu befriedis gen, da, die geringe, Fruchtbarkeit des preußiſchen Lanz des,„und die niedxige Stufe, guf. der„dex A>erbayu. in


