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gepulverte Kreide hinzu, bis das blaue Lakmus- Papier nicht mehr geröthet wird, oder bis man kein Aufbrausen mehr bemerkt. Man wird hinzu nur eine geringe Menge nöthig haben; bei mei- nen Versuchen reichte ich in der Regel mit 3 bis 3 Pfand Kreide auf den Saft yon 3 Scheffeln Möhren aus; höchstens wird man zu einer sol- chen Quantität 1 Pfund nöthig haben. Hierdurch wird nun nicht allein die freie Säure fortgeschaft, welche, wenn Sie in der Mischung bliebe, dem Syrup einen unangenehmen Geschmack mitthei- len würde, Sondern es wird dadurch zugleich die vollkommne Absonderung des gelben Harzes be- wirkt. Man wird nämlich gleich nach dem Zu- Schütten der Kreide wieder einen gelben Schaum auf der Oberfläche der Flüssigkeit bemerken, den wan mit einer Schaumkelle Sorgfältig abnehmen muß. Ist nun die Sättigung der freien Säure mit der Kreide auf diese Weise vollendet, und s0n- dert Sich weiter kein gelber Schaum ab, So füllt man die Flüssigkeit in die früher beschriebenen Absetzefässer oder Wannen und läſst Sie hierin ruhig einen Tag(oder wenn man die Behand- Jung mit Kreide am Mittage oder Nachmittage vornahm) nur bis zum folgenden Morgen Stehen.
Der Möhrensaft bedarf nämlich zum Ab- Setzen der längeren Ruhe nicht, welche man dem Pflaumensafte lassen muſs, da dieser letztere weit schleimiger ist, und daher auch die schwe- ren Kalktheile langsamer in ihm zu Boden Sinken. Man wird den Möhrensaft Schon am andern Mor- gen völlig klar, und am Grunde der Gefäſse einen gelblich weiſen Bodensatz finden. Von


