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Practische Anleitung zur Fabrikation eines sehr wohlfeilen und wohlschmeckenden Zuckersyrops aus Pflaumen und Möhren / von G. E. W. Crome
Entstehung
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3. Weitere Verarbeitung des ausgepreſs- ten Saftes zum Syrup.

Der gewonnene Möhrensaft enthält nun Schleim- zucker, Eiweilsstoff, etwas von dem vorgenannten harzigen Stoffe, und eine geringe Menge freier Aepfelsäure; von den letzteren drei Bestandthei- len, und auch so viel als möglich yom Schleime, muſs man ihn zu'befreien Suchen, wenn man einem. reinen, wohlschmeckenden Syrup erhalien will, und hiezu habe ich nun folgendes Ver- fahren angewandt, welches ich mit. Zuversicht empfehlen kann.

Man bringt ihn in den vorhingenannten ku- pfernen Siedekessel, und vermischt iha hier gleich kalt mit 50 vieler abgerahmter Milch, dals auf den Saft von jedem Schefiel Möhren(also ohn- gefähr auf 12 Quart) 1 höchstens 13 Berl. Quart kommen. Alsdann legt man gelindes Feuer unter und| läſst dieses allmählig bis zum Sieden der Flüssigkeit verstärken. Hierbei werden nun 5so- wohl der in dem Saſte enthaltene Eiweilsstof, als auch der käsigte Theil der Milch gerinnen, und einen Theil des Harzes, mit durchgepreſse faserige. Theile und andere dem Safte anhängende UVpreinigkeiten mit Sich in die Höhe führen, und hier in der Gestalt eines gelben käsigen Schau- mes erscheinen, den man, s0 lange Seine Abson- derung dauert, mit einer Schaumkelle abnehmen muls.

Hat die Absonderung des Schaumes- aufge- hört, 50'Setzt man nun, unter Beobachtung eben der Vorsichtswalsregeln, welche ich früher hier

beim Pflaumensyrup angegeben habe, so lange