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Practische Anleitung zur Fabrikation eines sehr wohlfeilen und wohlschmeckenden Zuckersyrops aus Pflaumen und Möhren / von G. E. W. Crome
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vorgehenden Aufsatze folgen lassen, weil ich auch den Möhrensyrup als ein vortrefliches Ersatzmittel des Zuckersyrups, welches man Sich beinahe noch mit leichterer Mühe und für geringere Kosten, wie den Pflaumensyrup verschaffen kann, aus voller Ueberzeugung empfehlen kann.

Mein würdiger Vorgänger Einhof hat uns eine chemische Analyse der Möhren hinterlassen, wonach diese zusämmengesetzt Sind aus: wälſsri- gen Theilen 86, 38 p+ Ct., Eiweilsstoff 0,86 p. Ct. Schleimzucker 8,13 p- Ct. und Faser 4,63 p., Ct.; es ergiebt Sich" also Schon aus dieser Analyse, daß Sie eine bedeutende Menge Schleimzucker enthalten müssen, und es kam nur noch darauf an, zu erweisen, ob die Scheidung desselben leicht und ob Sie vortheilhaft 5ey.

Daſs man Sich aus den Möhren ein Soge- nanntes Muuls bereitet, indem man die Möhren zerschneidet, kocht, auspreſst und die erhaltene Flüssigkeit einsiedet, ist bekannt; man erhält aber auf diese Weise ein dickes, schleimiges Munls, und keinen reinen Zuckersyrup, indem nicht al- lein während dem Kochen alle Bestandtheile der Möhren innig mit einander verbunden, Sondern auch noch schleimige Theile der Faser anfgelöst werden, welche die sSchleimige Beschaffenheit des Produkts noch vermehren. Dieses Muunulſs hat einen nicht unangenehm, aber doch den eigen- thümlichen Möhrengeschmack, und Kann freilich in den Haushaltungen auf mannigfalüige Weis? benutzt, aber doch nicht siatt des Zuckersyrups angewendet werden. Nur kam es darauf an, den Syrup 650 rein zu erhalten, daſs er statt des