21
in die Weingährung„und von dieser zur Essig- gährung übergehen.
b) Zur Bereitung Yon Obstess31g.
Hat man keine Destillirblase, 30 rathe ich, die Rückstände zu Obstessig zu benutzen. Dieses Täſst Sich ohne viele Umstände bewerkstelligen. Man verfährt wie vorhin, Schüttet die 8Sämmtlichen Riückstände zusammen, nimmt aber die Kerne vicht hinzu, und läſst Sie(vielleicht indem man, wenn der Brei zu dick wäre, noch etwas Wasser hinzusetzt) in einem weiten, hölzernen Gefäle gähren. Ist die Essiggährung vollkommen einge- weten, 50 preſszt man die ganze Masse aus, wel- ches, da der Schleim nun schon aufgeläst und durch die Gährung umgewandelt ist, viel leichter gehen wird, als das Auspreszen der frischen Pflau- men. Die gewonnene Flüssigkeit bringt man entweder für Sich auf Ankerfäſzer ader mischt ihr in jedem Ankerfaſse 1 bis 2 Berl. Quart Brannt- wein zu, und läſst Sie damit weiter gähren, bis der Essig nicht mehr an Säure weiter zunimmt. Auf diese Art wird man einen Sehr. guten Essig gewinnen. Wie grofs die Ausbeute des aus die- zen Rückständen bereiteten Essigs, und wie Stark er Selbst Seyn wird, kann ich noch nicht genau bestimmen, da die damit angefüllten Fässer ihre Essiggährung noch nicht vollendet haben und noch immer an Säure zunehmen.
Daſs man die Rückstände auch zur Viehfütte- rung anwenden könnte, bedarf wohl meiner Er- innerung nicht,;ndessgen wäre dieses unter allep gewils die unvortheilhafteste Benutzungsart.


