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Practische Anleitung zur Fabrikation eines sehr wohlfeilen und wohlschmeckenden Zuckersyrops aus Pflaumen und Möhren / von G. E. W. Crome
Entstehung
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9 noch vortheilhafter, wenn man 2 Preszen hätte, weil das Auspressen immer den gröſlsten Aufent- halt macht; allein dieses würde zu Kostspielig Seyn, und man muſs Sich mit einer zu behelfen Suchen. Um die Arbeit rascher zu beendigen, kann man Sich allenfalls noch eine Hebelpresse verfertigen lassen, oder in Ermangelung derselben eine Flachsbreche nehmen, und dabei einige Leute anstellen, welche ebenfalls darin den Pflau- menbrei auspressen. Zwar wirken diese nicht 50 gut, wie eine Schraubenpresse, aber wenn man den einmal ausgeprelsten Brei noch einmal nach- waschen und zum zweitenmale durchpressen läſst, 50 ist kein grofser Verlust dabei, und die Arbeit rückt rascher vorwärts.

Die nun zum zweitenmale dürchgepreſsten Pflaumen, Schüttet man in einem hölzernen Zober zusammen, und läſst Sie hier zu anderweitiger Benutzung, auf welche ich nachher noch zurück- kommen werde, stehen.

Die Preſsbeutel müssen zwischendurch, we- gen der Sich innen vorsetzenden Schleimtheile, ausgewaschen werden. Weil sie aber eine Menge Saft in Sich gesogen haben, 50 nimmt man dieses Abwaschewasser, welches derselbe in Sich nimmt, zum Auswaschen und Durcharbeiten der erst ein- mal ausgepreſsten Pflaumen.

Ein Scheffel guter Pflaumen liefert an reinem, nicht mit Wasser verdünnten Safte, ohngefähr 15 Berliner Quart; und der Saft selbst besizt, wenn man reinlich gearbeitet hat, eine bräunliche Farbe, eine dickliche Konsistenz, und einen angenehm Sülzen Geschmak.