Druckschrift 
Practische Anleitung zur Fabrikation eines sehr wohlfeilen und wohlschmeckenden Zuckersyrops aus Pflaumen und Möhren / von G. E. W. Crome
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen

7

der zerquetschten Pflaumen. Es werden nämlich diese zerquetschten Pflaumen in den lei- neuen Preſsbeutel(welcher nach Maaſsgabe der Presse eine verschiedene Gröſfse haben wird) mit grofsen hölzernen Löffeln gefüllt, unter die Presse gebracht, und nun gelinde ausgeprelst. j

Hierbei habe ich aber noch mehrere Bemer» kungen zu machen, die ich wohl zu beherzigen bitte. Einmal rathe ich alles Metall so viel als möglich zu vermeiden; daher dürfen auch die Stolzeisen ja nicht in dem Zober liegen bleiben, in welchen man die Pflaumen zerquetscht, Son- dern man lege Sie, wenn Sie nicht gebraucht werden, bei Seite und trockne Sie ab. Zam Ausfüllen der zerquetschten Pflaumen bediene man Sich nur hölzerne Löffel. Die Presse kann freilich ohne Metall nicht konstruirt werden, aber um den Saft möglichst rein zu erhalten, lasse man die kupferne Preſsschaale verzinnen und Sorge auch dafür, daſs der hölzerne Preſsdeckel mit verzinntem Eisenblech umschlagen 5ey-

Zweitens rathe' ich die zerquetschten Pflau- men zuerst nur gelinde zu pressen, weil im ent- gegengestzien Falle unfehlbar jedesmal der Bentel zerreissen würde. Man wird nämlich. bemerken, daſs der Pflaumenbrei sehr schleimig ist, und Seinen Saft Schwer von Sich giebt, indem die Schleimtheile Sich vor die Poren des Leinens Setzen und diese verstopfen. Es wird oft vor- kommen, daſs ein Beutel reißst, deshalb muſs man gleich mehrere bei der Hand haben, damit bei der Arbeit kein Stillstand eintritt. Auch ist es am besten, mehrere(vielleicht 2 bis 3) Leute