Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
Seite
269
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Verhältniß des gandwirthſchaftsgewerbes zum Staate. 269 (679) dem eigentlichen Sachpreiſe der Dinge. Man kann dieſes am deutlichſten durch Zahlengrößen darſtellen, wenn man die ver- ſchiedenen Productionen im Nationalverkehr, im Großen und. im Ganzen, für einen gewiſſen Zeitraum und für einen gewiſſen Staat, in welchem Gewerbe und Handelsfreyheit und möglichſt freye Dispoſition über den Grund und Boden beſteht, auſſaßtz es ſey alſo 3. B Im Landhaugshalt: Arbeitslohn. MALEN I DUE 5-7 Sgr, Capitalzins 4' Procent;, Rober Ertrag im beſten Boden 26 Thlr. Productionsfoſten 52 Procent Ä: 13z Thlr? Reine Neunte« ß;> f,.; 1235 Thlr. Roher Ertrag im Mittelboden N 97. Thlr.

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Productionskoſten 55 Procent. 7 55 Dhlr. Reine Rente. 3 4 3 s. 21 Thlr. Noher Ertrag im leichten Boden« 4 Thlr. Productionskoſten 50 Procent.. 2 Thlr. Reine Rente..... 2 Thlr.

Im Manufactur- und Fabrik: und ſonſtigen Kunſtgewerbe, das"eine Kenntniß gewiſſer Wiſſenſchaften erfordert, als der Mechanik, Chemie, Phyſik, und Mathematik(Zeichenkunſt):

DBE u 01 7e 0.0:0 0 0135.220,/ Opt, Capital-(Handels:) Zinſen« 6 Procent, Gewerbsprofit= zwiſchen- 29- 60 Procent,

Gemeine Handwerke, mit Ausnahme der Bauhandwerke:

Arbeitslobn.. x. 7--12 Sgr.

Capitalzinſen. 6 4 Procent.

Gewerbsprofit zwiſchen..15=- 20 Procent. Dieſe Gewinne werden immer im Ganzen übereinſtimmen mit den Preiſen der Bodenproducte(der Lebensmittel) in einem ge- gebenen Lande, und in einem nicht ganz kurzen Zeitraume; dieſe Uebereinſtimmung iſt aber dahin zu verſtehen, daß nämlich in die- ſem Zeitraume die Bedürfniſſe der arbeitenden Claſſe einen ſolchen Preis haben, wobey ſie beſtehen kann, d. b. einen Preis, der mit den Geldlöhnungen im landbaulichen, ſo wie im übrigen Kunſt- gewerbe, im angemeſſenen Verbältniſſe ſteht, ſo, daß der Werth der jährlichen Geldlöhnung und des dafür anzuſchaffenden Bedürf- niſſes nicht unter das vorbin gedachte Minimum herabgebt, vielmehr ſich noch etwas über daſſelbe erhebt. Wenn nun dieſe

Erträge, Löhnungen und Gewinne gegen diejenigen ans einer frü- bern Periode h o< erſchienen, anſcheinend alſo dem Begriſfſe der Woblfeilheit widerſprächen, ſo darf doch nicht überſehen werden, daß bey vorgeſchrittener Ausbildung eines Volkes unter freyen Verhältniſſen, die Gewinne-in dieſer Art hoch, Zinſen und Löh- nungen mäßig ſeyn können, ohne daß die erſten Lebensbedürf- niſſe und, die übrigen Producte theuer find, weil: dieſetben ver- wendeten Mittel und Kräfte, zwe>mäßiger geleitet und verwenz det, die Maſſe der Producte ungemein zu vermehren vermag, ſo, daß hierbey eine Vergleichung mit einer frübern Periode nur das