Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
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Bau der Feldfrüchte. 42. Abſchn. December,

(3926) große Menge des Hanfes auf einmal dur<gezogen wird, wobeh er um fo leichter Schaden leiden kann, indem dadurch viele Fa- ſern zerriſſen werden.

Wenn man den Hanf recht ſchön und fein haben will, ſo muß, man ihn nach dem Hecheln noch einmal auf vie Reibemühle bringen- und dann abermals hecheln, wodurch auch die feinſten Faſern. von einander getrennt werden.

Die Verrichtung des Hechelns iſt dieſelbe,-ſo wie ſie beym Flachs angeführt worden. Das nac< dem erſten Hecheln abge- gangene' grobe Werg, wird gewöhnlich zu groben Seilerarbeiten gebraucht, das nad) der feinern Hechel abgeſtoßene dagegen kann eben ſo, wie. das feine Werg des Flachſes, zum Spinnen ver- wendet werden, weßhalb. man darauf achten muß, daß es nicht unter einander. vermengt wird. Das Werg ſowohl, als der klare PM wird in Gebunde gebunden und nach dem Gewicht ver- aguft.

Man hat verſchiedene Methoden, den Hanf zu verfeinern und ſeidenartig zu machen z da jedoch dazu mancherley Vorrich: tungen und Jugredienzien; die dieß bewirken, in verſchiedenen Miſchungsverhältniſſen, erforderlich ſind, ſo find ſie nicht der Gegenſtand des Landwirths., weil ſie eine ganz genaue Kennut- niß des Verfahrens vorausſeten, und. eine ſo große Aufmerkſam2 keit und zum Theil angeſtrengte Arbeit erfordern, als ſie der Landwirth, der andern wirthſchaftlichen Geſchäfte wegen, nicht u leiſten vermögend iſt. Sie eignen ſich daher nur für den Fa- ricanten, der ſich damit ausſchließlich beſchäftigen kann.

Zubereitung anderer baſtartiger Gewächſe zu Spinnmaterial,

Die Zubereitung anderer baſtartiger Gewächſe zu Spinnma« terial kommt mit der Zubereitung des Flachſes und Hanfes im Weſentlichſten ſo Überein, daß wir nichts Beſonderes zu bemer= ken haben, ſondern in dieſer Beziehung auf das vorſtehend von " Bereitung des Flachſes und Hanfes Geſagte, uns beziehen önnen.