Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
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Bay der Feldfrüchte. 7. Abſchn, July, Q58)| dieſe ungebetenen Gäſte zu verſcheuchen, wenn man nicht großen Verluſt erleiden will. Der Hirſe. Vegetation und Behandlung während der Vege- tation bis zur Erndte.

Der Hirſe liebt bey ſeinem Aufgehen eine mäßig feuchte, aber warme Witterung. Trifft ihn beym Aufgehen viel Regen, und beſonders kalter Regen, ſo bleibt er ſehr zurü>, wird ſehr bald vom Unkraut überwachſen, und ſchlägt dann leicht zurü&>.'Er- härtet der Boden nach einem Regen auf der Oberfläche zu einer Kruſte, ſo muß dieſelbe bald mit der Egge gebrochen werden, weil ſonſt der Dun in kurzer Zeit verſchwindet. Wenn auch der Hirfe in der erſten Vegetationsperiode unſcheinlich iſt, ſo geräth er dennoch zuweilen noch ganz vorzüglich 3; ſich aber darauf zu verlaſſen, beißt eine Sache aufs Ungewiſſe ſtellen. Es gehet mit dem Hirſe, ſo wie mit dem Winterweizen. Oft a>ert man den» ſelben um, weil er keinen Ertrag verſpricht, einige nicht umge- pflügte Beete geben aber noch einen ſehr reichlichen Ertrag, ſv daß man ſeine Voreiligkeit mit dem Umpflügen hinterber bereuet. Geht man aber auf die allgemeinen Erfahrungen zurück, ſo wird

man unter 10 Fällen kaum einen finden, wo eine ganz unſchein«-

liche Saat noch eine reiche Erndte gegeben hat. Man wird da- her immer am angemeſſenſten thun, den Hirſe, wenn er nad) 49 bis 12 Tagen, nachdem er aufgegangen iſt, noch ſehr uns ſcheinlich iſt, umzupflügen, als in der Erwartung,. daß er ſich noh erholen wird, das Land durch das Unkraut entkräften zu laſſen, oder die ſehr beträchtlichen Koſten des Jätens umſonſt zu verwenden.

Sobald als ſich unter dem aufgegangenen Hirſe Unkraut zeigt, muß'gejätet werden, und nicht ſelten muß das Jäten ein- oder auch zweymal wiederholt werden. Bey dem Jäten werten auch alle ju dicht ſtehenden Pflanzen ARCNFRVgEn ſo daß dieſelben nur in

er Entfernung von einem halben Fuß von einander kommen. Wirkſamer, leichter, ausführbarer und dem Wachsrhum des Hirſe beſonders förderlich iſt das ſogenannte Bekraßen, welches mit beſondern dazu geeigneten Kratmeſſern geſchieht, oder das Be» Betten mit kleinen ſpißigen Haen. Dadurch wird nicht nur das nkraut vertilgt, ſondern auch der geſchloſſene Boden gelockert, was dem Hirſe ganz beſonders zuſagt. Man backt das erſtemal, wenn die Pflanzen zwey Zoll über dem Boden ſind, und wieder- holt es, wenn dieſelben die Höhe von 4-- 6 Zoll erreicht haben, Bey dieſem Beha>en werden zugleich die zu dicht ſtehenden Pflanzen gelichtet,|

Burger ſagt im 2ten Bande ſeines Lehrbuchs der Land- wirthſchaft S.-66:Die Unkoſten der Cultur werden vermin: dert, wenn man das Auflo>kern des Bodens entweder ganz, oder nm Theil durch die Egge vornimmt. Das Uebereggen des Hir:

ea>ers iſt in Kärnthen eine allgemein übliche Arbeit, nur wird fie ſelten irgendwo ausgiebig genug verrichtet; auch iſt der Aer meiſtentheils zu«unrein, ſv daß einmal- nebſt dem Beha>en auch gejätet werden muß. Wenn der Aer aber wohl vorberei: tet, und nicht zu früh, ſondern erſt um die Mitte May beſäet "worden iſt, und das erſie Eggen ſehr ausgiebig, bey tro>ner, war-

pr.