' Die Blättey fehlen keinem Laub- Mooſe: ſelbſt bey der Buxbau- mia aphylla, welcher man ſie ſonſt abſprach, kann man ſie bemerken, wenn man dieſes Moos= noch ehe es Früchte angeſeßet hat= un- kerſucht, Ihre Structur iſt ſehr einfach: zwey feine Häutchen ſchlieſ- fen ein ſehr lockeres=- oft durchſichtiges Zellgewebe ein. Poren hakt man- ungeachtet der ſtärkſten Vergröſſerung= auf den Blättern jeßt noc< nicht bemerken können; wahrſcheinlich ſind ſie aber ganz mit Saugöffnungen überſäet, welches ihre ſchnelle Empfänglichfeit für Feuchtigkeit und Trockenheit zu beweiſen ſcheint. Auch ihre Form iſt wenigen Veränderungen unterworfen: eyförmige und lanzettförmige Blätter, die bald mit Rippen durchgezogen(nervata), bald derſelben beraubt(enervia), bald gezähnt, bald glattrandig, aber immer ſtiel- los find, fommen am meiſien vor: in unſern Gegenden hat nur das Gymnostomum pennatum gefiederte Blätter; dahingegen ſollen auf ven Inſeln der ſüdlichen Halbkugel unſers Erdballs mehrere Mooſe mit getheilten und gefiederten Blättern gefunden werden,?
Unter ſehr verſchiedenen Wmſtänden kommen die Befruchtungs* theile der Laubmooſe vor? bald finden wir männliche und weibliche Blumen auf verſchiedenen Pflanzen, wie bey Bryum, bald nur auf einer Pflanze, wie bey Trychostomum und Phascum, getrennt; bald bemerken wir Zwitterblüthen bey einigen Arten von Splachnum und Bartramia; bey andern dieſer Gattung hingegen wieder männliche und weibliche Blumen auf einer Pflanze getrennt; und endlich finden wir Mooſe, vie bald Zwitterblumen, bald Blumen getrennten Geſchlechts baben.== In ver evſten Lieferung meiner Laub- Moos- Sammlung habe ich S. 4 und 5 die männlichen und weiblichen Blumen und die von ihnen eingeſchloſſenen Staubfäden, Staubwege und Saft?


