30 H ESN
die Pläße, auf denen ſie am liebſten ſieht, in der Regel nicht' ſehr zur) Schaafweide.
5) O. maoulata, gefledte Ragwurz.(Ihre Wurzeln nennt man hin und wieder, Teufelshän- del, Chriſtihändel,; Unſver lieben Frauen: händel.“) Die dicke fleiſchige Wurzel iſt handför- mig, und. ihre Lappen ſind ziemlich lang und verſchie den gebogen. Sie treibt einen ſchlanken, gerade auf- vechten'beblätterten 7 feſten Stengel empor, welcher oft nur eine Spanneyoft auch einen Fuß bo< wird. Die Blätter ſind lanzettförmig, mit runden ſchwarz- braunen“ Flecken verſehen, und umfaſſen den Stengel unten ſcheidenartigz; gewöhnlich ſind ihrer nur drei, ſelten mehrere vorhanden. Die Blüthen erſcheinen in einer länglich-runden Aehre an der Spike des Sten» gels.' Jede Blume iſt von einem Deckblättc<hen unter- ftüßt, welches nur wenig gefärbt, kaum ſo lang als der Fruchtknoten, und fein gezähnt iſt, Die Blumen ſind. heuroth. mit purpurrothen Flecken: durchmahlt, und ihre beiden inneren Blätter neigen ſich zuſammen, die. drei oberen hingegen ſind abſtehend. Die untere Lippe des Honigbehältniſſes iſt umgekehrt herzförmig, dreilappig 3 die beiden Seitenläppchen breit, geferbt und nicht zurückgeſchlagen, der mittlere ſc<mäler und glattrandig« Der Sporn iſt pfriemenförmig, her- abgebogen, und etwas kürzer als der Fruchtknoten.
Beſonders auf feuchten ſumpfigen Wieſen iſt dieſe Pflanze in Deutſchland und den angrenzenden Ländern


