Teil eines Werkes 
1 (1810) Einleitung in die gesammte Naturgeschichte. Allgemeine Pflanzenkunde
Entstehung
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T) durch gewaltſame Störungen des Bildungs- triebes ganz widernatürliche Formen der organiſirten Körper= die Mißgeburten. Hierunter verſteht man nach dem allgemeinen Sprachgebrauche eine wi- dernatürliche, angeborne, leicht in die Augen fallen- de Verunſtaltung in der Bildung äußerer ,' größerer Theile,"die bald in einer widernatürlichen Bildung, bald in einer Verſeßung oder widernatürli<en Lage einzelner Glieder, bald auch darin beſteht, daß' ganze Glieder fehlen, oder daß überzählige Glieder vorhan- den ſind.

2) entſtehen dadurch, daß der zweifache Ge- ſchlec<hts- Charakter, der ſonſt in den beiden verſchiede- nen Geſchlechtern getrennt ſeyn ſollte, jeßt mehr oder weniger in einem Individuum verbunden iſt, die ſo- genannten Zwitter. Dieſe Zwitter ſind ſeltener wie man glaubt 3 indeſſen finden ſie ſich doc< zuwei- len, ſelbſt unter den warmblütigen Thieren, beſon- ders unter dem Rindvieh, den Schaafen und den Ziegen.

3) werden dadurch, daß zwei Geſchöpfe ganz ver- ſchiedener Art ſich mit einander begatten, die ſoge- nannten Baſtarde hervorgebracht. Im freien Na- turzuſtande findet man dieſe Vermiſchung zweier ver? ſchiedener Thierarten ſelten oder gar nicht, und wenn ſie im Culturzuſtande hervorgebracht, oder durc< die Kunſt bewirkt wird, ſo findet man doch in der Regel, daß dieſe Baſtarde unfruchtbar, und ihr Geſchlecht weiter fortzupflanzen unfähig ſind. Im Pflanzen-