Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
Seite
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KEES

Kien Zine än ite

a 1,25 ME ern

gänze Nacht im Bade digeriren, Er componitt ſein Färbebay aus 12 Unze Cochenille und 2 Unzen Weinſtein; uad läßt es drey Viertelfunden kochen, welchemnaächſt er 22 Unze Jndigos» qufldſung vinzurhut. Er rührt es dann um, und läßt das Tuch eine Viertelſtunde mäßig kochen,

Man unterſcheidet zweyerley Arten von Violett bey der Seide, das feine und däs falſche.

Um das erſtere zu erhalten, färbt man die Seide wie bey dem Crawoiſi, mit dem Unterſchiede nur, daß mai: in das Bad weder Zinnaufldſung, noch Weinſtein nimmt, Man gebräucht zu einem ſchönen Violett 2 Unzen Cochenille auf 1 Pfund Seide, Sodann bringt man die Seide in eine Küpe, die mehr oder weni- ger ſtark iſt. Man gibt dem Violett ein ſchöneres Anſehen, wenn man es in ein Bad von Orſeille bringt.

Dar ſchönſte falſche Violett wird mit Orſeille bereitet, man erkennt es leicht an der Eigenſchaft, die'es hat, dur< Säuren roth zu werden.

Man gibt. der Baumwolle ein ſo!ides und angenehmes Vio2 lett, wenn män es zuerſt mit Färberrdthe färbr und ſodann in die Blauküpe bringt. Die Farbe wird nicht anders ſchön nnd lebhaft, als wenn das Roth mager und lebhaft erſcheint.

Das wahre Violett für die Baumwolle wird aber hervor» gebracht durch die Berbindung des Eiſenoryds mit dem Roth der Färberrdthe, Man träat das Oryd auf die Baumwolle auf, bevor man das Bad der Färberrdrhe gibt.

Es iſt ſchwer, dieſe' Farbe recht gleicmfdrmig zu erhalten, weil das auf die Baumwolle angeſeßte Oxyd ſich im Trocknen ungleich oxydirt. Um dieſem Uebelſtande zuvorzukommen, pflege ich die Baumwolle auszuwaſchen, ſobald ſie die Eiſenbeitze ers halien und tauche ſie feucht in die Färberrdthe,

Wenn man Alaun mit ſchwefelſaurem Ciſen, das bis zur Rothglurh kalzinirt worden, in verſchiedenen Verhältſiſſen ver2 binpet, um die Beitze des Violetts zu bereiten; ſo erhält man alle Schattirungen die man wünſcht,

Wenn man ein ſ<dnes Violett erhalten will; ſo muß man die Baumwolle/ ſobald als ſie ihre Zubereitung mit Oel bekom men, in die eben beſchriebene Beitze tauchen, ſie ſorgfältig aus? waſchen, ſie in die Färberrdthe legen, ohne ſie kochen zu laſſen, ſie wieder auswaſchen, ſie in ein friſches Bad" von Färberrdthe bringen, eine Stunde darin kochen laſſen und dann. mit Seife waſchen und beleben.

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