in der Hand, um ihr Luft zu geben, und die Galläpfel welche noch daran. hängen, davon loözumachen. Das nämliche Ma- noenvre mache ich auc?) beym Campechebade und waſche die Seide jedes Mal aus, nachdem ich ſie in vie Vitridlaufldſung getaucht, In dem lezten Campechebade laſſe ich 2 Unzen ara» biſchen Gumtti auf das, Pfund Seide gerechnet, zergehen,
Man gibt der ſchwarzen Seide. ein ſanfteres Anſehn; indem man die gefärbte Seide durch Seifeuwaſſer zieht,
Ic'habe bewerkt, daß, wenn iman die gleichzeitige Wirz kung der adſtringirenden Pflanzen und der Galläpfel mit einan- der verbindet, man eine ſgafi2re und angenehmere, Farbe erhält. Die Rinde des Grangtapfelbaumes, der Kreuzdoru; der Ler2 <enichwamm und die Eichetirinde können zu dieſem Gebrauche dienen,
Obgleich man der Baumwolle alle bekannte Farben gibt, ſo kann man do«) ihre feſte Farbe uur die nennen, die man aus der Färberrdihe zieht, Nachdem man die Baumwolle mit der dreyfachen Beize, von der wir bereits geſprochen, und die. aus Oel, adſtringirendem„Stoff und Alaunerde beſteht, beſprengt hat, ſo macht man ein Bad, in weiches man beynahe 2 Pfund pulveriſirter Färberrothe auf 1 Pfund Bgäumwolle thut. Hier- in läßt man Ochſen- oder Hammelblut zergehen, und taucht, ſobald das Bad lauwarm zu werden aufängt, die Baumwolle hinein. Man triäukt ſie, inden man ſie eine Stunde hindurch mit Std>en in dem Bade behandelt; nachher aber bringt man das Bad zum Aufwallen, und thut die Bgumwolle hinein, um ſie eine Stunde darin kochen zu laſſen und wäſcht ſie endlich ſorgfältig aus,
Achter Abſc<nitt,
Von der Farbenmiſchung, oder von den zuſgn1mengeſetzten Sarben,
Es gibt wenig reine vder jungfräuliche Farben in der Natur, das Roth iſt faſt immer mit Gelb vermengt, der Scharlach und die Farben der Färberrdihe ſind gus dieſen beyden Gruvddes ſtandtheilen zuſammengeſeßt,
Der Jndigo, welcher das reinſte Blau zu liefern ſcheint, iſt immer durch geloliche Materien verunreiniget, die man durch Auskochen fortſchafft.
Aber, abgeſehen von dieſen tatürlichen Vermiſchungen, bildet die Kunſt täglich u und zwar in ſo zahlre'chen
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