Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
Seite
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Um ein ponceau zu erhalten, das ſich eben ſo lebhaft als ſatt macht, drückt man die Seide, wein ſie aus dem erſteu Bade kommt, aus,-und thut ſie)in ein zweytes. Man.ge- braucht ſo nach und nach ſüaf bis ſechs Bäder, bis ſie Jeuer2 farben wird,

Man belebt das ponceam indem man die Seide in einem lauwarmen mit Citroneuſafte gefäuertem Waſſer weicht,

Man muß der Seide einen Grund von Orlean, von drey vder vier Schattirungen unter Aurorafarb geben, bevor man den Färbeſtoff des Saflors darauf aufträgt.

Man kann bis zu einem gewiſſen Grade das ponceau des Saflors durch Braunholz nachmachen; dieß nennt man ratiige oder falſches ponceau ,/ zum Unterſchiede von dem feinen pou» ceau. Man gibt der gekochten Seide einen guten Grund von Oxlean, wäſcht, kühlt ſie ab, alaunt ſie und weicht ſie in eis nem Bade von Braſilienholz ein, in welches ein wenig Seifen? waſſer gethan wird,

Bis jetzt hat man ohne Erfolg ein Mittel zu finden geſucht, um die Seide ſcharlachroth zu färben.- Wie ſorgfältig man auch dabey zu Werke gegangen, ſo blieb die Farbe der Coche- nille immer matt: wenn man jedoch eine Zinncompoſition nimmt, die ſo ſtark iſt, daß ihre Säure ſich recht merklich äußert und die Seide nach und nach in das Cochenillebad und in die ſaure YNufidſung taucht, ſo erhält man eine Farbe von allen Eigenſchaften des Scharlachs.. Ih habe vor zehn Jahren in ver mediciniſchenSchule in Montpellier Proben von Seide uie- dergelegt, welche mittelſt des angegebenen Verfahrens ſcharlachz roth gefärbt war.(Ih ſchreibe dieß 1806).

Es iſt ſchwerer, der Seide eine ſc<dne ſchwarze Farbe zu ge- ben, als andern Kdrpern, auch ſind alle Recepte hierzu mit einer ſo beträchtlichen Anzahl von Droguen angefüllt, daß es unmdg» lich iſt, einem jeden ſeinen Gebrauch anzuweiſen«

%< habe jedoch ein ſolides, glänzendes und ſehr ſattes Schwarz erhalten; indem ich auf eine gute Gallung der Seide die Eiſenagufldſung folgen ließ, dann das Zeug auswuſch, um es in eiven Campechedecoct und aus'dieſem, in die Aufldſung von Eiſen und Grünſpan zu thun. Man wiederholt dieß Ma- noeuvre bis daß das StUywarz ſchön hervorgeht. I< gebrauche zu 100 Pfund Seide, 40 Pfund Galläpfel, 50 Pfund bis zur Rothgluth kalzinirten Vitriol, 50 Pfund Campecheholz und 19 Pfund Grünſpan, drüde die Seide aus, wenn ſie aus dem Galibade kommi, laſſe ſie tro&>en weiden, und ſchüttele ſie ſtark

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