Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
Seite
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BEEG 1 Mdinn

auf eine Fläche in Brand befindlichen Schwefels leitete, wär das Reſultat immer ſich gleich, das heißt ,'es zeigte ſich; daß man durch dieß Mittel wohl die Verbrennung beſchleunigen, aber nicht wirklich Schwefelſäure hervorbringen kdune.

Aus allen Experimenten, die ich über die Verbrennung des Schwefels gemacht habe, läßt ſich ſchließen:

1) Daß die ſehr veränderlichen Vernältniſſe, des zur Vers brennung einer beſtimmten Portion Schwefels änwendbaren Sauerſtiofſgas, mehr oder weniger die Verbrennung beſchleunis gen, ohüe doc< die Maſſe der producirten Schwefelſäure merk- lich. zu. vermehren.

2) Daß Körper, deren Baſis Sauerſtoff iſt, und die ihn bey einer mäßigen Hike von ſich geben ,-wie z, B. einige der Me- talloxyde, mehr oderminder zur Verbrennung beytragen, ohne Schwefelſäure hervorzubringen,

3) Daß ſolche Subſtanzen, die, wenn ſie mit Schwefel im Verbrennen in Verbinoung gebracht werden, ihm, unter Erre- gung einer heftigen Hilze.4hien: Sauerſtoff mitiherlendie einziz gen, zur Verwandlung des Schwefels in Schwefelſäure gez ſchiten, ſind. 1

Nach dieſe! Grundſäßen treten an die Spilze der zur Ver- Miſchung mit dem Schwefel fähigen Subſtanzen, das ſalpeterſaure and das überſaure ſalzſaure Kali,

Und es läßt fich aus den züvor mitgetheilten Reſultaten ſchon ſchließen, entweder, daß die Verbindung des Schwefels mit dem Saunerſioff einen ſehr hohen Grad der Temperatur er: fordert, um Schwefelſäute hervorzubringen, oder daß die Schwe- felſaure eine große Doſis Wärmeſtoff als nothwendige Bedin- gung ihrer Erzeugung bedarf,

Ich. bezweifle nicht, daß man nicht dahin ſollte gelangen können. Schwefelſäure guch aus einer geringern Quantität von ſa!peterſaurem Kali zu gewinnen, wenn man die Verbrennung der Miſchung nur mittelſt ſtark geheißter Körper oder in ſol<hen Oefen oder Röhren bewirkt. In dieſem Falle wirkt die Hiße des Heerdes vortheilhaft mit derjenigen zuſammen, welche die Zerſetzung des Salpeters zu dem Ende hervorbringt, die Ver- bindung des Sauerſtoffs mit dem Schwefel,und das Entſtehen der Schwefelſäure zu bewirken, 3

Salpeterſaures Kali verdient den Vorzug vor dem oxydir2 ten ſalzſauren Kali, weil es gewöhnlicher iſt, und ſeine Zerſezung der Schwefelſäure, die durch das Verbrennen producirt wird, wenig fremde Beſtandtheile beymiſcht, Aber