Efſlorescenz findet, ſie nichts als ſtark oxydirter Schwefel ſey; wie man ihn ſublimirt in den Gefäßen vorfindet, in denen wan dieſe Säure durch Verbrennen erzeugt. Sublimirt wan den Schwefel'um das Produkt zu erzeugen, das im Handel miter der Benemnung Schwefelblumen vorkommt,'ſo ſäuert ſich der Schwefel zwar nur ein wenig, aber doch ſo, daß Waſchen in Waſſer ihm die mitgetheilten Eigenſchaften der Säure nicht raubt.
Alſo hat die Exiſtenz der Schwefelſäure in der Nähe von Vulkanen, und an allen Orten wo fortwährend Schwefeldämpfe aufſteigen, nichts auffallendes,
Die Schwefelſäure, welche Gegenſtand des Handels iſt, iſt ganz ein künſtliches Produkt.
Wir können föglich alle Proceduren, dieſe Säure zu ver? fertigen, auf zwey Hauptgattungen reduciren, die eine, wo man ſie aus Zuſammenſeßungen entwielt, in denen ſie bereits vdllig ausgebildet erſcheint/ die andere/ wo man ſie durch Ver- bindung des Schwefels mit Sauerſtoff erzeugt,
6. 1. Entwidelung der Schwefelſäure, dur< Deſtillation ſchweſelſaurer: Salze« Die Natur liefert uns häufig und zu geringen Preiſen ſchwe» felſaure Salze: mit Eiſen, Kupfer, Kalk, Talkerde, Thonerde und Natron.
Alle dieſe Salze enthalten Schwefelſäure in verſchiedenen Verhältniſſen, aber die Stärke in Verwandtſchaft, die dieſe Säure mit ihrer Baſis verbindet, iſt ſo groß, daß, ſie ohne eine Zwiſchenwirkung nur mit der größten Mühe entwikelt werden kann, vorzüglich wenn man ſie rein, und ohne Beymiſchung erhalten will.
. Die Deſtillation iſt das einzige, bis jezt zur Trennung der Säure von einigen ihrer Baſen angewandte Mittel, und die einz zige Procedur,"durch die man den Handel ſeit' geraumer Zeit mit dieſem Artikel bereichert hat.- Dem ſchwefelſauren Eiſen (dem Ciſenvitriol) hat man allgemein bey dieſer Operation den Vorzug gegeben, weil es ſehr häufig und wohlfeit iſt, und ſeine, Schwefelſäure leichter fahren läßt, als alkaliſche oder erdige ſchwefelſaure Salze,
Man fängt damit an, dieß Salz zu tro>nen, und ihm durch ein heftiges Feuer„alle ſein Kriſtalliſationswoſſer zu bez nehmen;


