Teil eines Werkes 
1 (1801) Bemeeerkinger om det engelske Landbrug
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Der Gärtner hingegen handelt nach andern Grund- ſärzen. Er erkennt den Nutzen und die Nothwendig- keit des Begätens und Begieſsens der Pflanzen, und weiſs, weichen vortheilhafren Einfluſs dieſes auf das Wachsthum und die gröſsere Vollkommenheit derſelben hat. Sollte es in einem Garten ſo zuträglich ſeyn, warum nicht im Felde? Wir behäufen unſre Kartoifeln mehrere Mal, und ſind da vom groſsen Nutzen des Behäufens überzeugt, warum nicht auch bey anderer Saat? Den Nutzen des Reihenſäens oder des Legens in breite Reihen erkennen wir beym Kartoflelbau, ſollte es dann weniger anwend- bar; auf'Erbſen oder anderen Saamen ſeyn?! Der Gärt- ner legt in ſein Gartenbeet die Erbſen Reihenweiſe nach der Schnur, er geht noch weiter, er bindet ſie auf, da- mit ſie deſto beſſer ſich ausbreiten, und von Thau, Luft und Sonne erquickt werden können, und ſeine Erfah- rung hat ihn gelehrt, daſs die gröſsere Fruchtbarheit ſehr wohl ſeinen ange wandten Fleiſs und ſeine Koſten belohnt.

Durchs Gäten und Bebäufen wird die Saat vom Un- kraut gereinigt, friſche>Erde wird an die Wurzeln der Pflanze gelegt, der Boden wird geſchickt gemacht, vom Regen und Thau erquickt zu werden, und ſolcher Boden hat allezeit mehr Feuchtigkeit in ſich, als wenn er nicht behäuft oder gegäret worden wäre.

Daſs das gepflügte Land allezeit mehr Feuchtigkeit bey fich hat, ſeibit in den trockenſten Sommertagen, als das ungepflügte, davon kann eines Jeden eigene Erfah- rung ihn leicht überzeugen. Graben wir mitien im Som- mer einige Spaten voll Erde im Garten oder im Felde um, ſo werden: wir immer nach Verlauf einiger Tage er fahren, daſs der gegrabene Boden feucht, und der un-« gegrabene, der an der Seite liegt, ganz trocken iſt.

Sollte ſogar die Saat'in die Erde geſchmiert ſeyn, kann das Beeggen oder Behäufen ihr aufbelfen. Da- durch daſs der Boden auigelockert wird, erhält er Gele-

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