207
fer gebraucht, um die ſchnelle Fermentation des. Pferde: miſtes zu verhindern. Wenn die Lohe zur Düngung des Ackers angewandt wird, ſo wird+ſie in Middelſex mir Haar und Lederabfall, eben ſo vielem friſchen Pferdemiſt und einigen Tonnen Kalk vermiſcht. Das Ganze. wird, wohl mir Erde bedeckt, in einen Haufen auf dem Felde aufgeſetzt, um einige Zeit zu fermentiren, und darnach auf den Acker ausgebreitet.. Headrick.*) ſagt, daſs das adſtringirende Weſen der Lohe: von der thieriſchen gährungsfähigen Materie decomponirt wird, welches«der Kalk abſorbiret,'wobey ſie keineswegs der Vegetation der Pflanzen ſchädlilch wird, fondern im Gegentheil zu einem beſonders kräftigen Düngungsmittel dient;
Wollene Lumpen, Thierhaare u. an möwerz den von den um London wohnenden Landleutenaufge- kauft, und ſehr theuer bezahlt. Sie geben 3'bis 4 Reichsthlr. für ein Quarter, und diefer wiegt 1x Centner. Drey Quarters werden auf einen Acre gebracht;' und gleich untergepflügt. Man rühmt die Wirkung"dieſer Düngerart auf trocknem, ſandigem und kreideartigem Boden ſehr, aus dem Grunde, weil fie denſelben feucht erhält. In einem naſſen Jahre, und auf niedrigem Bo= den iſt ſolcher Dünger ſehr ſchädlich.
Die vornehmſte Anwendung die man von derſelben wacht, iſt, dieſe Lumpen, Haare u. ſ. w. in Hopfen« und Kartoffelbeeten dicht an die Wurzeln nieder zu le- gen. In den Grafſchaften Kent und Bedford rechnet man auf einen Acre mit Hopfen oder Kartoffeln ein Ton Lumpen, das iſt ungefähr zwey Pfand für jedes Loch. Dies iſt eine treffliche, aber ſehr koſtbare Düngung. Ein Ton Lumpen koſtet von 4 bis 6 Pfd. St. d. i. für einen Cr. 4 bis'5 s.
So- wird auch in den nächſten Grafſchaften um Lon« don der'Abfall voi Seifenſiedereyen und Zuk«
*); Eſſays“ ow Manure''p. 11,
>


