206
mit gedient;i-und behauptet, daſs er'beſſer und“kräftiger als, Holzruſs ift.. Bin Mann geht im April über»das Wei- zenfeld, und ſtreut den Ruſs mit der Hand aus, wie der Saamen wird, Iſt der Acker nicht bedüngt worden, wird ihm eine ganze Ueberdüngung“gegeben; es werden dann 14 bis 16 Tonnen Ruſs auf eine däniſche Tonne-Landes gerechnet. Iſt der Acker aber zum Wei- zen gedüngt worden, ſo erhält er nur eine halbe Ruſs- düngung, nemlich'6 bis 8'Tonnen auf einet Tonne Lan- j des.- Eine ganze Ueberdüngung koſter dem. Landmann bey Dunſtable von 30 bis 36 s. auf den Acre, unge- fähr zwölf Rthlr die Tonne Landes.
Steinkohlenaſche wird ſehr allgemein auf zä- hem, ſaurem und kaltem Leimboden gebraucht. Beliteht der Boden aus einer trocknen und leichrern Erdmiſchung, ſo wird ſie nicht allein gebraucht, ſondern mit Stall- und Hofmiſt'vermengt. Die'Steinkohlenaſche wird ſowohl auf Ackerland als'auf Wieſen gebraucht, und auf den letzten ſoll das Gras ſehr verbeſſert werden, wenn ſie von kalter, nailer und leimigter Beſchaffenheit ind. Die Aſche wird im Frühjahr ausgebreitet,"und auf einem Acre rechnet'man 50 bis 560 Buſhel. Der Kerl wirfr die Aſche mit einer Schaufel vom Wagen, ſo daſs er den Wind auf den Rücken hat. Iſt der Fleck beſtreut, ſo fährt er weiter vorwärts. Die Koſten für die Düngung eines Acre'mit Steinkohlenaſche werden zu 23 bis 26 S. angeſchlagen; für einen Buſhel ſolcher Aſche giebt man 2 bis 4 ſs. dän.
Die Gerberlohe wird auch als Dünger gebraucht, aber nicht ſo allgemein. DieLohe kann vermittelſt ihrer adſtringirenden' Eigenſchaft nicht allein gebraucht wer- den, ſondern wird mit friſchem Pferdemiſt und Kalk ver- miſcht. Ihr adſtringirendes Weſen macht, daſs“fie ſich langſam auflöſt, und daſs fie lange von einer thieriſchen Materie durchdrungen werden muſs, ehe he vollkommen aufgelöſt wird: Aus dieſer Urſache wird fie in Treibhäu-


