Teil eines Werkes 
1 (1801) Bemeeerkinger om det engelske Landbrug
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Mit.'dem Hafer ſäetiman Klee'oder andern Grasſaamen, und läſst das Land in einigen Jahren zur Weide liegen.

Kalk wird mir ſichtbarem Nutzen im' Frühjahr auf den jungen Klee ausgeſtreut, ebenfalls auf Wieſen und Grasfeldern. Je ſpäter im Jahre der Kalk ausgeſtreut wird, deſto geringer ſoll die Wirkung deſſelben ſeyn. Das ſtärkſte Beyſpiel vom überaus grofsen Nutzen des Kalks in ausgetrockneten Sümpfen findet man in Derby- Chire. Der Landmann bringt hier 500 bis 600 Buſhel Kalk auf einen Acre.“ Das macht ungefähr 200 Tonnen Kalk auf'eine Tonne Landes. Durch dieſe überaus ſtar- ke Düngung mit Kalk iſt der Boden ſo verbeſſert worden, daſs man nun 20 bis 25 s- von einem Acre'geben kann, da vordem nur 1 s. gegeben wurde. Es iſt leicht' einzu- ſehen, daſs eine ſolche Verbeſſerung nur in den Gegen- den Statt baben kann, wo Kalk und Feurung wohlfeil iſt.

Herr Billingſley*) führt ein merkwürdiges Bey- ſpiel von dem überaus groſsen Nutzen der Kalkdüungung an. Ererzählt, daſs in Mendip- Hills einige Grundſtücke ſo unfruchtbar waren, daſs ſie zur Zeit König Eduard des 6ten auf 7 Jahr von Leiſtung der Zehnten befreyt wur: den. Dieſelben Grundſtücke waren vor 40 Jahren nicht vier. Schillings werth, und werden nun für 30 Ss. vom Acre verpachtet. Der. Anfang dieſer Hauptverbeſſerung war der, daſs fie ſtark mit Kalk gedüngt wurden, der dem Boden ſeine natürliche Säure benahm, und ihn ge- ſchickt machte, in der Folge eben ſo gute Früchte tragen zu können, als anderes wohlgebautes Land. Das Auffal- lendſte war, daſs man verſucht hatte, 30 groſse Fuder wohldurchfaulten Miſt auf einen Acre zu bringen, ehe man daran ging mit Kalk zu düngen; aber ohne einigen merklichen Erfolg.

Der erwähnte Herr Billingſley erzählt an'einer anz dern Stelle, daſs man in der Grafſchaft Somerſet Krei-

2) Gen, View of ths AgricvIture of Somerſet p, 105,

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