Teil eines Werkes 
1 (1801) Bemeeerkinger om det engelske Landbrug
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vierten Jahre düngte, und daſs dieſe Düngerart gebraucht ward, ohne mit Erde oder Stallmiſt gemiſcht zu ſeyn, auf dem Brachfelde, zur Düngung für Turnips, zur Ueber- düngung auf jungem Weitzen und Klee, auf ausgetrock- neten Wieſen und Sümpfen.

Wie nützlich auch der Kalk, als Dünger betrachtet, iſt, ſo ſieht doch ein Jeder leicht ein, daſs ein ſo unbe- grenzter Gebrauch deſſelben keinesweges dienlich ſeyn kann.

Es iſt wahr, der Kalk enthält eine Menge Stoffe*) die dienlich ſind die träge Vegetation zu beleben; er hat die gute Eigenſchaft, die Säure des Bodens und die über- triebne Feuchtigkeit deſſelben zu vermindern, die Fäul- niſs zu befördern, und die Textur des ſtark leimigten Bodens zu verbeſlern. Es ilt ebenfalls ausgemacht, daſs er die Dünſte der Atmoſphäre, und die darin befindlichen nährenden Stoffe an ſich ziebt.. Wir wiflen aus. Erfah- rung, daſs Kalk die Erde locker macht, ihr einen höhern Grad von Wärme mittheilt, und das Moos auf Aeckern und Wieſen vertilgt. Bey allem dieſem kann er doch nicht unter allen Umſtänden nützlich ſeyn, eben ſo we- nig gleich ſtark avf jedem Boden angewandt werden. Ein. leichter Boden muſs nicht ſo ſtark mit Kalk bedüngt werden, als der zähe L.eimboden, und Sumpfboden kann ſeiner Natur nach am meiſten vertragen.

In den Grafſchaften, wo Stein- und Kreidekalk im Veberfluſs ſich befindet, bat ein jeder ſeine eigene Gru- be oder Ofen auf ſeinem Felde, worin der Kalk gebrannt wird, und hier hat man den Kalk für 40 ſs. dän, die Ton- ne. So heiſs wie der Kalk aus dem Ofen kommt, wird er in kleinen Haufen auf den Acker gebracht, die mit Erde wohl zugedeckt werden, So bleibt er liegen, bis er von Thau. und Regen vollkommen durchgearbeitet iſt,

*) Der robe Kalk, von jeder fremdartigen Materie frey, enthält 11 Theile Waſſer, 34 Theile Kohlenſtoffſäure, und 55 Theile reine Kalkerde, 1